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  1. Das Motiv der verzauberten Giftigkeit und die Darstellung schleichender Gewalt im postkolonialen Roman
    Erschienen: 12.06.2017

    Als eine Form von schleichender Gewalt stellt die Umweltverschmutzung durch synthetische Giftstoffe eine besondere erzählerische Herausforderung dar. Die mangelnde Sichtbarkeit und die "delayed destruction", welche Nixon als wesentlich für... mehr

     

    Als eine Form von schleichender Gewalt stellt die Umweltverschmutzung durch synthetische Giftstoffe eine besondere erzählerische Herausforderung dar. Die mangelnde Sichtbarkeit und die "delayed destruction", welche Nixon als wesentlich für schleichende Gewalt betrachtet (Nixon 2011, 2), machen es schwierig sie auf eine Weise darzustellen, welche die Aufmerksamkeit von Menschen und Medien zu fesseln und nachhaltigen Aktivismus anzuregen vermag (ebd.). Robert Barclays 'Meļaļ: A Novel of the Pacific' (2002) und Indra Sinhas 'Menschentier' (2011, engl. 'Animal's People' [2007]) bearbeiten dieses erzählerische Problem durch die Einführung eines Motivs, das wird als 'verzauberte Giftigkeit' bezeichnen. In diesem Motiv verbinden die Autoren übernatürliche Elemente mit dem Realismus der Sozialreportage auf eine Weise, die es ihnen ermöglicht, sowohl die komplexen Ursachen von Umweltverschmutzung als auch die dramatischen Folgen für die davon betroffene Bevölkerung eindrucksvoll darzustellen. Sinhas Roman spielt in einer fiktionalisierten Version der indischen Stadt Bhopal, die 1984 durch einen verheerenden Industrieunfall zu trauriger Berühmtheit gelangte, und befasst sich mit den sozialen, politischen und ökonomischen Verstrickungen eines toxischen Imperialismus. Der Roman von Barclay beschäftigt sich mit dem Vermächtnis des andauernden "nuclear colonialism" der Amerikaner auf den Marshall-Inseln (Huggan und Tiffin 2010, 54). In beiden Romanen werden magische oder zauberhafte Elemente verwendet, um die schleichende Gewalt anthropogener Umweltkatastrophen darzustellen und um Perspektiven zu eröffnen, welche die Widerstands- und Anpassungsfähigkeit der betroffenen Gesellschaften bekräftigen.

     

    Hinweise zum Inhalt: kostenfrei
    Quelle: CompaRe
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Wissenschaftlicher Artikel
    Format: Online
    DDC Klassifikation: Literatur und Rhetorik (800)
    Sammlung: Synchron. Wissenschaftsverlag der Autoren
    Lizenz: Veröffentlichungsvertrag für Publikationen
  2. Vom Leben im Wald : Rückzugs- und Naturalisierungsstrategien in H. D. Thoreaus 'Walden' und Julien Gracqs 'Un balcon en forêt'
    Erschienen: 12.06.2017

    Aufgrund der vielfältigen Parallelen zwischen 'Walden' und 'Un balcon en forêt' und der Dominanz von Landschafts- und Naturschilderungen im Werk beider Autoren scheint ein typologischer Vergleich der fraglichen Texte durchaus legitim, zumal diese... mehr

     

    Aufgrund der vielfältigen Parallelen zwischen 'Walden' und 'Un balcon en forêt' und der Dominanz von Landschafts- und Naturschilderungen im Werk beider Autoren scheint ein typologischer Vergleich der fraglichen Texte durchaus legitim, zumal diese auch in poetologischer Hinsicht konvergieren. Sowohl Thoreaus Bericht als auch Gracqs Roman weisen nämlich Merkmale des klassischen pastoralen Modus auf, für den Terry Gifford das Schema "retreat, renewal and return" (Gifford 1999, 174) in Anschlag bringt. Der Rückzug aufs Land beziehungsweise in die Natur impliziert demnach eine innere Reform des Helden, die seiner Rückkehr in die Stadt vorausgeht. Thoreau und Gracqs Protagonist Grange erfahren während ihres Aufenthalts im Wald gemäß dem pastoralen Paradigma einen äußeren und inneren Wandel, den ich als Naturalisierung bezeichne. Dieses "Zurück zur Natur" erweist sich in Wahrheit jedoch als Kulturalisierung, wie David Abram Iuzid schließt: "Becoming earth. Becoming anima!. Becoming, in this manner, fully human" (Abram 2010, 3). Dies meint nicht die Rückkehr zu einem naturnahen Lebensstil, sondern vielmehr die Schärfung unserer 'animalischen' Sinne für die phänomenale Realität, das heißt, die Wiederaufnahme des großen Dialogs mit der belebten und unbelebten Natur, um auf diese Weise zu einem höheren Menschsein zu gelangen. Ziel dieser Studie ist es, diesen manifesten Prozess entlang der dynamischen Grenze von Kultur und Natur nachzuzeichnen und zu analysieren. Der Gewinn dieser komparatistischen Lektüre wäre dann ein besseres Verständnis zweier unterschiedlicher Naturkonzepte, die - sowohl bei Thoreau als auch bei Gracq - vom Geist der Romantik durchdrungen sind.

     

    Hinweise zum Inhalt: kostenfrei
    Quelle: CompaRe
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Wissenschaftlicher Artikel
    Format: Online
    DDC Klassifikation: Literatur und Rhetorik (800)
    Sammlung: Synchron. Wissenschaftsverlag der Autoren
    Lizenz: Veröffentlichungsvertrag für Publikationen
  3. Wasser Schreiben - Wasser Lesen : Versuch einer transmedial ökologischen Perspektive
    Erschienen: 12.06.2017

    Die vorgestellten Beispiele aus den letzten 50 Jahren stammen aus Kurz- und Langprosa, Graphic Novel, Song und Film. Sie werden daraufhin überprüft, wie das Zusammenspiel der beiden Aspekte der Gefährdung des Menschen durch das Wasser und der... mehr

     

    Die vorgestellten Beispiele aus den letzten 50 Jahren stammen aus Kurz- und Langprosa, Graphic Novel, Song und Film. Sie werden daraufhin überprüft, wie das Zusammenspiel der beiden Aspekte der Gefährdung des Menschen durch das Wasser und der Gefährdung des Wassers durch den Menschen konkret ausgeführt wurde, denn nicht in allen für diese Untersuchung ausgewählten Narrationen ist die Vorstellung von der "Selbstgefährdung des Menschen" (Böhme 1997, 18) durch die Gefahrdung der Natur gleich stark ausgeprägt oder explizit gemacht. Bei dieser Fragestellung bewegen wir uns auf einer inhaltlich-thematischen Ebene, die aber untrennbar mit der Frage nach Erzählstrategien und der ästhetischen Form der jeweiligen Erzählung verbunden ist. Diese formalen Aspekte sollen im Hinblick auf ihre Medienspezifik genauer untersucht werden. Zu fragen wäre also: Welche inhaltlichen und ästhetischen Gemeinsamkeiten und Unterschiede weisen die Beispiele auf? Gibt es eine spezifische Ästhetik des 'Wasser-Schreibens'?

     

    Hinweise zum Inhalt: kostenfrei
    Quelle: CompaRe
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Wissenschaftlicher Artikel
    Format: Online
    DDC Klassifikation: Literatur und Rhetorik (800)
    Sammlung: Synchron. Wissenschaftsverlag der Autoren
    Lizenz: Veröffentlichungsvertrag für Publikationen
  4. L''Hélios-Roi' de Claudel et le 'Mithra-Allah' de Barrès
    Erschienen: 12.06.2017

    Cet article est consacré à la tentation d'apostasie de Paul Claudel et plus exactement à cette période où, alors qu'il était jeune Parisien, l' antique religion mithraiste avait effleuré son esprit et, par conséquent, sa création. Quant à Maurice... mehr

     

    Cet article est consacré à la tentation d'apostasie de Paul Claudel et plus exactement à cette période où, alors qu'il était jeune Parisien, l' antique religion mithraiste avait effleuré son esprit et, par conséquent, sa création. Quant à Maurice Barrès, le paganisme - notamment sous sa forme solaire - lui étant familier, il a saisi au vol le message claudélien, répondant au dramaturge alors confirmé, lequel fait preuve de la même discipline dans son catholicisme et dans son fonctionnariat, par un trait de plume qui travestira la tentative paienne de Claudel. Voilà les sujets dogmatico-littéraires dont traitera ce travail.

     

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    Quelle: CompaRe
    Sprache: Französisch
    Medientyp: Wissenschaftlicher Artikel
    Format: Online
    DDC Klassifikation: Literatur und Rhetorik (800)
    Sammlung: Synchron. Wissenschaftsverlag der Autoren
    Lizenz: Veröffentlichungsvertrag für Publikationen
  5. Reisen zum Mond zwischen Wissenschaft und Fiktion
    Erschienen: 12.06.2017

    Im Folgenden soll das jeweilige Verhältnis von Literatur und Naturwissenschaft und damit von Fiktion und poetischer Präsentation von Wissensinhalten in fünf literarischen Mondreisen aus verschiedenen Jahrhunderten und Nationalliteraturen dargestellt... mehr

     

    Im Folgenden soll das jeweilige Verhältnis von Literatur und Naturwissenschaft und damit von Fiktion und poetischer Präsentation von Wissensinhalten in fünf literarischen Mondreisen aus verschiedenen Jahrhunderten und Nationalliteraturen dargestellt werden.

     

    Hinweise zum Inhalt: kostenfrei
    Quelle: CompaRe
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Wissenschaftlicher Artikel
    Format: Online
    DDC Klassifikation: Literatur und Rhetorik (800)
    Sammlung: Synchron. Wissenschaftsverlag der Autoren
    Lizenz: Veröffentlichungsvertrag für Publikationen