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Biolographes. Literarische Kreativität und biologisches Wissen im 19. Jahrhundert

Diese Studie fällt in den Bereich einer interdisziplinär geöffneten Literaturwissenschaft und richtet sich an Literaturwissenschaftler wie an Kultur- und Wissenschaftshistoriker. Zu diesem Zweck wollen wir, unter Berücksichtigung bekannter und unbekannter Autoren, publizierter und nicht-publizierter Texte, ein repräsentatives Korpus von literarischen Texten erstellen, die sich mit biologischem Wissen befassen. Diese Dokumente sollen durch Textanalysen erschlossen werden, mit dreifacher Zielsetzung:- Analyse der Wege und Modalitäten, durch die biologisches Wissen von Schriftstellern rezipiert wurde,- Analyse von Gebrauch und Funktion biologischen Wissens in den Werken unter thematischem (wovon sprechen sie, mit welchen epistemologischen Implikationen?), pragmatischem (mit welchen Wirkungen?) und formalem Aspekt (Prozesse der Literarisierung, narrative und poetische Produktivität, strukturierende Wirkung des Wissens); dies setzt auch die Beschreibung der ideologischen und rhetorischen Dimensionen des Wissens voraus (der Bezug auf Biologie kann anderen, philosophischen, rassistischen, politischen und ästhetischen Argumenten dienen),- Untersuchung der zeitlichen und konzeptuellen Parallelen und Diskrepanzen zwischen Wissenschaftsgeschichte und Literatur.
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Fields of research

Ecocriticism, Interdisciplinarity, Literature and natural science

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Universität Zürich (Uzh)
Romanisches Seminar
Date of publication: 12.12.2018
Last edited: 12.12.2018