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Author Fictions: Literary Authorship and Authorpoiesis in Modern English Literature

Beginning of funding
06.05.2021
End of funding
06.11.2022

Autorschaftsszenarien sind, so die These dieser Monographie, literarische Schlüsselszenen in der Moderne seit dem 18. Jahrhundert. In ihnen erzählt der Autor fiktional seinen Leser(inne)n von sich selber als Autor des Romans bzw. der Erzählung und von den Rahmenbedingungen der Buchproduktion. Der im Titel verwendete Begriff "authorpoiesis" lehnt sich an Luhmanns Konzept des "autopoietischen" Systems an, aber auch an McGurls Begriffsprägung Autopoetics als Beschreibung einer modernen kulturellen Logik, derzufolge die reflexive Produktion des 'modernen Künstlers' zu einem wichtigen Teil seiner künstlerischen Tätigkeit wird. Gegenstand der Monographie sind Autorschaftsszenarien in der englischen Literatur. Ihre Geschichte führt von der Professionalisierung der Autorschaft im 18. Jahrhundert über den literarischen Bildungsroman des 19. zur parodistischen Demaskierung in der postmodernen Avantgarde des 20. Jahrhunderts, das den "Tod des Autors" proklamierte, um schließlich im 21. Jahrhundert zu enden mit der Wiedereinsetzung des Autorsubjekts als vermeintlich unverzichtbaren Realitäts- und Wahrheitsgaranten.

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Fields of research

Literature from UK and Ireland, Literary historiography, Literary theory, Novel, Narrative, Literature of the 18th century, Literature of the 19th century, Literature of the 20th century, Literature of the 21st century
Autorschaft

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Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU)
Department III - Anglistik und Amerikanistik

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Date of publication: 07.06.2021
Last edited: 07.06.2021