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  1. Der Vergleich in der Literaturwissenschaft
    Erschienen: 2003
    Verlag:  Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät II, Berlin

    Nach Roman Jakobson begründet der Vergleich das normale und das wissenschaftliche Verständnis von literarischen Texten. Die Methode ist seit der Rhetorik unter den Stichworten "Nachahmung" und "Wettstreit" geläufig. Der Wunsch zu schreiben wird durch... mehr

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    Nach Roman Jakobson begründet der Vergleich das normale und das wissenschaftliche Verständnis von literarischen Texten. Die Methode ist seit der Rhetorik unter den Stichworten "Nachahmung" und "Wettstreit" geläufig. Der Wunsch zu schreiben wird durch Geschriebenes geweckt; ohne den Vergleich mit dem Hergebrachten kann das Neue nicht beurteilt werden. Das Vergleichen begründet die Geschichte der Literatur, insofern die Schriftsteller einen Wettstreit mit ihren Vorgängern, mit einer oder mehreren Sprachen und Literaturen ausgetragen haben. Horaz hat aus dem Vergleich der lateinischen Literatur und Mentalität mit dem griechischen Vorbild literarästhetische Parameter gewonnen, die bis heute für die vergleichende Bewertung literarischer Texte angewendet werden. Vergleichende Geschmacksurteile können aber nur so lange eine Geschichte der Literatur begründen, als ein ästhetischer "Gemeinsinn" (I. Kant) der die Bildung tragenden sozialen Gruppe vorausgesetzt wird. Nachdem die Schriftsteller verkündet hatten, allein auf ihre jeweilige "Naturgabe" (I. Kant), ihren individuellen Genius als die ihr Werk bestimmende "produktive Kraft" (J. W. v. Goethe) vertrauen zu wollen, verloren auch die Leserinnen und Leser das Vertrauen in die allgemeine Gültigkeit ihrer literarästhetischen Urteile. Seit dem 19. Jahrhundert erheben die Künstler oder Dichter den Anspruch, Inhalt, Form und Wert ihrer Werke sowie die Vorbilder, mit denen sie in Wettstreit treten, selbstständig, ohne Berücksichtigung des "Gemeinsinns" zu bestimmen. Kritiker und Leser haben zunächst versucht, literarische Texte mit dem Nationalgeist oder dem 'Wahren, Schönen und Guten' zu vergleichen, um eine gewisse Übersicht in das Chaos der produktiven Kräfte zu bringen. Es wird dagegen vorgeschlagen, dass jede Autorin oder jeder Autor mit ihren jeweiligen, 'autonom' ausgewählten Vorgängern verglichen werden sollten, um sie oder ihn zu verstehen und zu bewerten. Peer Reviewed

     

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    Beteiligt: Kaelble, Hartmut (Hrsg.); Schriewer, Jürgen (Hrsg.)
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Aufsatz aus einem Sammelband
    ISBN: 3-593-36884-6
    Weitere Identifier:
    Übergeordneter Titel: Vergleich und Transfer. Komparatistik in den Sozial-, Geschichts- und Kulturwissenschaften; Frankfurt/Main : Campus Verlag GmbH; ,2003, Seiten 351-366
    Weitere Schlagworte: Vergleich in der Literaturwissenschaft; Komparatistik; Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft
  2. Giacomo Leopardi: critica della civiltà e autonomia estetica
    Erschienen: 2001
    Verlag:  Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät II, Berlin

    Giacomo Leopardis (1798-1837) Poetik und Schreibweise ist eine Antwort auf die politischen, ökonomischen, wissenschaftlichen und kulturellen Veränderungen, die seit dem Ausbruch der Französischen Revolution in Europa eingetreten sind. Leopardi... mehr

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    Giacomo Leopardis (1798-1837) Poetik und Schreibweise ist eine Antwort auf die politischen, ökonomischen, wissenschaftlichen und kulturellen Veränderungen, die seit dem Ausbruch der Französischen Revolution in Europa eingetreten sind. Leopardi zufolge unterminieren Vernunft und Wissenschaft den Lebensdrang des Menschen oder sein Verlangen nach zeitlich und räumlich unbegrenztem Glück. Das Verlangen, zu leben und glücklich zu sein, kann nur als Erinnerung an die Wahrnehmungsfähigkeit der Kindheit gestillt werden: Sich der Vergangenheit zu erinnern, bedeutet, ein unmögliches zukünftiges Glück zu suchen. Während des Schreibens oder Dichtens fühlt sich das Ich dem wirklichen Leben, nämlich Leid und Gewalt, entrückt und findet in seinem Gedächtnis die Vorstellung des Unendlichen, des Glücks. Die Kulturkritik Leopardis und sein Konzept der ästhetischen Autonomie werden mit zwei Gedichten erläutert: "Il risorgimento" und "Palinodia al marchese Gino Capponi". Der italienische Dichter, ein Schüler der französischen Aufklärung, hat versucht, die Folgen der "Rationalisierung" oder der "Entzauberung der Welt" zu entzaubern. Peer Reviewed

     

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    Beteiligt: Brockmeier, Peter (Hrsg.)
    Sprache: Italienisch
    Medientyp: Aufsatz aus einem Sammelband
    ISBN: 88-491-1856-2
    Weitere Identifier:
    Übergeordneter Titel: Scienza & Politica : per una storia delle dottrine; Bologna : Cooperativa Libraria Universitaria Editrice Bologna; ,2001,25, Seiten 15-25
    Weitere Schlagworte: Giacomo Leopardi; Italienische, rumänische, rätoromanische Literatur; Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft
  3. Der Körper im Dreck
    Erschienen: 2003
    Verlag:  Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät II, Berlin

    Einer der Erzähler Samuel Becketts kommentiert seine Redeweise mit den Worten: "Se tailler un royaume, au milieu de la merde universelle, puis chier dessus, ça c’était bien de moi." ("La Fin") Die Aussage bringt "selbstbehauptende Emotionen" und... mehr

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    Einer der Erzähler Samuel Becketts kommentiert seine Redeweise mit den Worten: "Se tailler un royaume, au milieu de la merde universelle, puis chier dessus, ça c’était bien de moi." ("La Fin") Die Aussage bringt "selbstbehauptende Emotionen" und "selbsttranszendierende Emotionen" zum Ausdruck ( A. Koestler). Sie verweist einerseits auf den Erzähler der "Göttlichen Komödie", der seine zornigen Richtersprüche mit einer übermenschlichen sittlichen Ordnung legitimiert hat; andererseits evoziert sie Giacomo Leopardis Verse, in denen die Welt verflucht, aber das dichtende Ich verschont wird: "e fango è il mondo." Beckett bezieht allerdings das dichtende Ich in die Nichtigkeit aller Dinge ein. Der Erzähler seines Romans "Comment c'est" (1961) wird im Dreck, also im Dasein, situiert; er exemplifiziert die Idee, dass die Physis weit in die bewusste Existenz hineinreicht (K. Löwith). Peer Reviewed

     

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    Beteiligt: Erdmann, Eva (Hrsg.)
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Aufsatz aus einem Sammelband
    ISBN: 3-89942-164-7
    Weitere Identifier:
    Übergeordneter Titel: Der komische Körper. Szenen – Figuren – Formen; Bielefeld : transcript; ,2003, Seiten 195-201
    Weitere Schlagworte: Samuel Beckett; Komischer Körper; Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft
  4. Fürstendiener und Menschenfreund, Possenreißer und Dichterfürst. Zum Bild Voltaires in der deutschsprachigen Literaturkritik und Literaturgeschichtsschreibung
    Erschienen: 1979
    Verlag:  Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin

    L'image de Voltaire dans la critique allemande a été déterminée par le jugement que les critiques ont porté sur la Révolution française. Pour les critiques contre-révolutionnaires, les philosophes du 18e siècle avaient provoqué, par leurs attaques... mehr

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    L'image de Voltaire dans la critique allemande a été déterminée par le jugement que les critiques ont porté sur la Révolution française. Pour les critiques contre-révolutionnaires, les philosophes du 18e siècle avaient provoqué, par leurs attaques contre les fondements de l'Ancien Régime, les événements funestes de la décennie de 1789 à 1799. Cette condamnation des conservateurs a, d'une certaine manière, perpétué le mépris profond ques les écrivains allemands du Sturm und Drang avaient déjà exprimé à l'égard de la culture aristocratique de la France de leur époque. Dans le jugement que Goethe a exprimé au début du 19e siècle, on reconnaît d'une part la désapprobation des auteurs du Sturm und Drang, mais d'autre part aussi une tendance à revaloriser la tradition de l'esthétique classiciste. Pour une grande partie de la critique allemande du 19e siècle, Schiller a tracé l'image définitive de Voltaire. Au 19e siècle on en arrive à oublier le poète, le dramaturge en faveur du prosateur, du philosophe qui a conçu les idées fondamentales du libéralisme. Défendre Voltaire veut dire défendre en même temps les idées de la tolérance religieuse, de la liberté de la conscience et de la propriété individuelle. Peer Reviewed

     

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    Beteiligt: Brockmeier, Peter (Hrsg.); Desné, Roland (Hrsg.); Voss, Jürgen (Hrsg.)
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Aufsatz aus einem Sammelband
    ISBN: 3-476-00401-5
    Weitere Identifier:
    Übergeordneter Titel: Voltaire und Deutschland. Quellen und Untersuchungen zur Rezeption der Französischen Aufklärung; Stuttgart : Metzler; ,1979, Seiten 469-490
    Weitere Schlagworte: Voltaire; Französische Aufklärung; Sturm und Drang; Goethe; Schiller; Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft
    Umfang: 1 Online-Ressource (21 Seiten)
  5. Leben unter dem Faschismus: Gaddas "Grässliche Bescherung"
    Erschienen: 1985
    Verlag:  Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin

    Testi letterari sono documenti di contemporaneità in un modo soggettivo. Nel Pasticciaccio brutto de via Merulana Gadda ci fa riconoscere, in chiave di romanzo poliziesco, tre aspetti del regime fascista: Il potere giudiziario è profondamente... mehr

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    Testi letterari sono documenti di contemporaneità in un modo soggettivo. Nel Pasticciaccio brutto de via Merulana Gadda ci fa riconoscere, in chiave di romanzo poliziesco, tre aspetti del regime fascista: Il potere giudiziario è profondamente depravato. L'ideologia dei fascisti è smascherata attraverso la descrizione della realtà cotidiana. I fascisti non fanno altro che soddisfare ai propri impulsi libidinosi quando pretendono di punire la violenza e di risanare la morale pubblica. Peer Reviewed

     

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    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Aufsatz aus einer Zeitschrift
    ISSN: 0171-4996
    Weitere Identifier:
    Übergeordneter Titel: Italienisch : Zeitschrift für italienische Sprache und Literatur ; Verbandsorgan des Deutschen Italienistenverbandes e.V.; , 7; 14,1985,2, Seiten 42-52
    Weitere Schlagworte: Italienischer Faschimus; Carlo Emilio Gadda; Giorgio Bassani; Alberto Moravia; Carlo Bernari; Eugenio Montale; Italienische, rumänische, rätoromanische Literatur; Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft
    Umfang: 1 Online-Ressource (12 Seiten)
  6. Apoll und Daphne bei Petrarca, Quevedo, Nerval und Anne Sexton. Variationen der Kryptotheorie im Rahmen eines Exempels.
    Erschienen: 1996
    Verlag:  Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin

    Normen, Verhaltensweisen, Denk- und Selbstdeutungsmuster, Aussagen über die außerliterarische Wirklichkeit werden in der Poesie anders als in normaler Rede ausgesprochen oder vorgeführt. In der Dichtung ist eine bildhafte, sinnliche Seite ("pictura")... mehr

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    Normen, Verhaltensweisen, Denk- und Selbstdeutungsmuster, Aussagen über die außerliterarische Wirklichkeit werden in der Poesie anders als in normaler Rede ausgesprochen oder vorgeführt. In der Dichtung ist eine bildhafte, sinnliche Seite ("pictura") mit einer abstrakt theoretischen ("subscriptio") verbunden, ähnlich wie in der aus dem 16. Jh. bekannten Textform der Emblemata. Das Exempel ist die Verifikation der Kryptotheorie und ihr Beleg. (K. Eibl) Petrarca hat mit dem Mythos von Apoll und Daphne eine subjektiven Auseinandersetzung zwischen Vernunft und Leidenschaft belegt. Quevedo hat eine bissige Satire auf die poetische Gestaltung der Liebe im Petrarkismus verfasst, indem er den Mythos mit der Vorstellung käuflicher Liebe verbunden hat. Nerval zufolge verspricht der Mythos von Apollo und Daphne den Aufbruch einer mystischen Vergangenheit in der Zukunft. Anne Sexton hat als Daphne bedauert, daß sie vor Apollo davongelaufen ist; der Mythos oder die literarische Tradition hat das lebendige weibliche Wesen und mit diesem auch den authentischen Kunstausdruck ein für allemal fixiert und um das Glück betrogen. Peer Reviewed

     

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    Beteiligt: Horlacher, Stefan (Hrsg.); Islinger, Marion (Hrsg.)
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Aufsatz aus einem Sammelband
    ISBN: 3-8253-0382-9
    Weitere Identifier:
    Übergeordneter Titel: Expedition nach der Wahrheit. Poems, Essays, and Papers in Honour; Heidelberg : Universitätsverlag C. Winter; ,1996, Seiten 265-280
    Weitere Schlagworte: Apoll und Daphne; Petrarca; Quevedo; Nerval; Anne Sexton; Kryptotheorie; Emblemata; Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft
    Umfang: 1 Online-Ressource (16 Seiten)
  7. François Villon, Eustache Deschamps und Paris. Zur ästhetischen Innovation im "Testament"
    Erschienen: 1992
    Verlag:  Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin

    François Villon hat keine Gedichte über das Thema Paris, sondern aus der Perspektive eines "enfant de Paris" eine vom gutmütigen Spott bis zum bitteren Hohn reichende Satire über die Einwohner der Stadt und ihr Zusammenleben verfasst. Diejenigen, die... mehr

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    François Villon hat keine Gedichte über das Thema Paris, sondern aus der Perspektive eines "enfant de Paris" eine vom gutmütigen Spott bis zum bitteren Hohn reichende Satire über die Einwohner der Stadt und ihr Zusammenleben verfasst. Diejenigen, die im Testament nicht verhöhnt und degradiert, sondern mit freundlichem Spott bedacht oder sogar gewarnt werden, vertreten gesellschaftliche Randgruppen. Im Unterschied zu einem seiner Vorgänger, Eustache Deschamps, hat Villon das Leben in Paris der Darstellung von Arm und Reich untergeordnet. Villon hat die Gemeinplätze, die seinen Versen und den Werken von Deschamps zugrunde liegen, in Emblemata transformiert und deren Bildelemente der Stadt Paris entnommen; für die Ständesatire hat er die Personifizierung besonders kunstvoll eingesetzt. Deschamps hat seine Gedichte über Tugenden und Laster aus der Perspektive einer strengen Rechtssprechung verfasst; der Sprecher des Testament hat eine verkehrte Welt aus der Perspektive eines Unterprivilegierten, eines Vertreters der Randgruppen dargestellt. Peer Reviewed

     

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    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Aufsatz aus einer Zeitschrift
    ISSN: 0016-8904
    Weitere Identifier:
    Übergeordneter Titel: Germanisch-Romanische Monatsschrift; , 1992; 42 = 73 [des,1992,2, Seiten 151-161
    Weitere Schlagworte: François Villon; Eustache Deschamps; Paris; Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft
    Umfang: 1 Online-Ressource (11 Seiten)
  8. Die Frau als Naturgenie. Sades Juliette und Madame de Staëls Corinne
    Erschienen: 1997
    Verlag:  Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin

    In der "Encyclopédie" (1751-1772) konnte ein Autor des 18. Jahrhunderts Auskunft darüber finden, was ein Genie ist und was ein politisches Genie von einem Genie in Kunst und Literatur unterscheidet. Der Marquis de Sade hat sich diese Geniekonzeption... mehr

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    In der "Encyclopédie" (1751-1772) konnte ein Autor des 18. Jahrhunderts Auskunft darüber finden, was ein Genie ist und was ein politisches Genie von einem Genie in Kunst und Literatur unterscheidet. Der Marquis de Sade hat sich diese Geniekonzeption angeeignet; er hat sie der Gestaltung der weiblichen und männlichen Libertins seiner Romane zugrunde gelegt. Das weibliche Genie,wie Madame de Staël es konzipiert hat, befördert nicht das Unglück der Menschen, sondern es leidet ähnlich wie Sades Justine unter der bösen Welt; es sucht die Schuld an seinem Leiden in dem schicksalhaften Lauf der Welt, weil es mit den verabscheuenswerten materialistischen Systemen auch die Einsicht in grundlegende Widersprüche zwischen dem partikularen und dem allgemeinen Interesse auf Geheiß seiner Schöpferin vergessen musste; es verleiht der Tugend, Freiheit und Würde angemessenen Ausdruck. Der Roman "Corinne" überprüft die Selbstherrlichkeit des künstlerischen Genies, das an seiner Einsamkeit, seinem Leiden und seiner Weltverachtung zugrunde geht. Peer Reviewed

     

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    Beteiligt: Wehinger, Brunhilde (Hrsg.)
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Aufsatz aus einem Sammelband
    ISBN: 3-515-06981-X
    Weitere Identifier:
    Übergeordneter Titel: Konkurrierende Diskurse. Studien zur französischen Literatur des 19. Jahrhunderts. Zu Ehren von Winfried Engler; Stuttgart : Franz Steiner; ,1997, Seiten 42-56
    Weitere Schlagworte: Marquis de Sade; Madame de Staël; Encyclopédie; Denis Diderot; französische Literatur des 19. Jahrhunderts; Französische Literatur; Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft
    Umfang: 1 Online-Ressource (19 Seiten)
    Bemerkung(en):

    Zeitschrift für französische Sprache und Literatur : Beihefte ; N.F., H. 24

  9. Limiti della critica sociale nella novellistica: Decameron - Heptaméron -Novelas ejemplares
    Erschienen: 1978
    Verlag:  Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin

    La rappresentazione piacevole e istruttiva delle virtù e dei vizi nel "Decameron" e nell’ "Heptaméron" rivela il punto di vista di un gruppo sociale dominante, cioè del popolo grasso fiorentino e della nobiltà di corte francese.La cornice stabilisce... mehr

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    La rappresentazione piacevole e istruttiva delle virtù e dei vizi nel "Decameron" e nell’ "Heptaméron" rivela il punto di vista di un gruppo sociale dominante, cioè del popolo grasso fiorentino e della nobiltà di corte francese.La cornice stabilisce i limiti della critica della società, cioè i limiti della rappresentazione relativistica delle virtù e dei vizi: la cornice ha la funzione di disegnare inequivocabilmente la prospettiva ideologica del gruppo sociale dominante, cioè dei novellatori. È funzione della cornice mettere a disposizione del lettore alcune categorie formali e semantiche che gli permettono di sintetizzare l'abbondanza degli esempi contraddittori. La rinuncia del Cervantes a dare una cornice alle sue novelle attesta la non-identità della coscienza estetica dello scrittore e dell'ideologia di un qualsiasi gruppo sociale. Il distacco dello scrittore dalle esperienze particolari di un determinato stato o gruppo sociale si concretizza esteticamente nella composizione estremamente disgiuntiva e antitetica delle novelle. Le antinomie non sono più conciliate da un determinato contenuto ideologico ma sono arbitrariamente annullate dal caso. Peer Reviewed

     

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    Beteiligt: Mazzoni, Francesco (Hrsg.)
    Sprache: Italienisch
    Medientyp: Aufsatz aus einem Sammelband
    ISBN: 88-222-1224-X
    Weitere Identifier:
    Übergeordneter Titel: Il Boccaccio nelle culture e letterature nazionali; Florenz : Leo S. Olschki; ,1978, Seiten 149-159
    Weitere Schlagworte: Boccaccia; Decameron; Heptaméron; Novelas ejemplares; Cervantes; Italienische, rumänische, rätoromanische Literatur; Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft
    Umfang: 1 Online-Ressource (11 Seiten)
  10. Literatur als erfahrene Geschichte. Überlieferung und Erklärung erlebter Gegenwart bei Montaigne, Meslier, Voltaire und Primo Levi
    Erschienen: 1990
    Verlag:  Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin

    Es soll gezeigt werden, wie drei Autoren aus verschiedenen Jahrhunderten subjektive Erfahrungen geschichtsbewusst reflektiert haben. Montaigne hat die Vorstellung außer Kraft gesetzt, dass geschichtliches Wissen ein für allemal sinnvoll gefügt sei;... mehr

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    Es soll gezeigt werden, wie drei Autoren aus verschiedenen Jahrhunderten subjektive Erfahrungen geschichtsbewusst reflektiert haben. Montaigne hat die Vorstellung außer Kraft gesetzt, dass geschichtliches Wissen ein für allemal sinnvoll gefügt sei; die inkonsistent erscheinende Komposition seiner Essays soll ihm und dem Leser ein freies Urteil über die Vielfalt menschlichen Handelns und Denkens ermöglichen. Jean Meslier hat der grundsätzlichen Ablehnung aller Autoritäten und der Empörung gegen eine erdrückende politische Situation Ausdruck verliehen; der Gewalttätigkeit zeitgenössischer Volksaufstände entspricht die verbale Aggressivität seiner Anklagen. Voltaire betätigte sich in allen seinen Schriften als Historiograph und als Literat, insofern er seinen Zeitgenossen die Ereignisse, Personen und Ideen aus Vergangenheit und Gegenwart präsentierte, die sie nach seinem Verständnis zur Erkenntnis und zur Lösung ihrer Probleme benötigten. Das Erzählen war für Primo Levi ein lebensnotwendiger Akt: Die Erfahrung des Lagers habe ihn zum Schreiben gebracht; das sei für ihn der Weg gewesen, um der vollständigen Erniedrigung und Demoralisierung zu entgehen; der Text sei später für ihn selbst »ein Schutzwall zwischen der ganz normalen Gegenwart und der grässlichen Vergangenheit in Auschwitz« geworden. Peer Reviewed

     

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    Beteiligt: Eggert, Hartmut (Hrsg.); Profitlich, Ulrich (Hrsg.); KLAUS, R. (Hrsg.)
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Aufsatz aus einem Sammelband
    ISBN: 3-476-00736-7
    Weitere Identifier:
    Übergeordneter Titel: Geschichte als Literatur; Stuttgart : J. B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung; ,1990, Seiten 40-55
    Weitere Schlagworte: Voltaire; Montaigne; Jean Meslier; Primo Levi; Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft
    Umfang: 1 Online-Ressource (17 Seiten)
  11. Vom verliebten Haß über den erquickenden Verdruß zum schmerzlichsten Genuß. Weibliche Schönheit in Texten von Dante bis Sade
    Erschienen: 1988
    Verlag:  Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin

    Die Kryptotheorien, die mit literarischen Schönheitsdarstellungen zum Ausdruck gebracht werden, sind äußerst widersprüchlich: Der verliebte Haß bezeichnet den extremen Kontrast zwischen der Verehrung der himmmlischen und der moralischen... mehr

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    Die Kryptotheorien, die mit literarischen Schönheitsdarstellungen zum Ausdruck gebracht werden, sind äußerst widersprüchlich: Der verliebte Haß bezeichnet den extremen Kontrast zwischen der Verehrung der himmmlischen und der moralischen Perhorreszierung der sinnlichen Schönheit. Der erquickende Verdruß erfaßt einerseits die seit dem Humanismus des 16. Jahrhunderts einsetzende Entdeckung oder Wiederbelebung des antiken Hedonismus, andererseits Melancholie, Enttäuschung oder das christliche Gewissen, die den Humanismus begleiten. Der schmerzlichste Genuß soll die gewalttätige, individualistische Verwirklichung des Sensualismus bezeichnen, wie sie am Ende des 18. Jahrhunderts im Werk des Marquis de Sade zum Ausdruck gekommen ist, in dem die Trias Sinnenglück, Tugendhaftigkeit, Vernunft, die einen erheblichen Teil der Literatur des 18. Jahrhunderts geprägt hat, gegen die Trias Libido, Aggression, Vernunft ausgetauscht worden ist. Peer Reviewed

     

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    Beteiligt: Stemmler, Theo (Hrsg.)
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Aufsatz aus einem Sammelband
    ISBN: 3-87808-532-X
    Weitere Identifier:
    Übergeordneter Titel: Schöne Frauen - schöne Männer. Literarische Schönheitsbeschreibungen. 2. Kolloquium der Forschungsstelle für europäische Literatur des Mittelalters; Tübingen : Gunter Narr Verlag; ,1988, Seiten 199-246
    Weitere Schlagworte: Weibliche Schönheit; schöne Männer; schöne Frauen; Dante; Sade; verliebter Hass; erquickender Verdruss; schmerzlichster Genuss; Kryptotheorien; Schönheitsdarstellung; Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft
    Umfang: 1 Online-Ressource (30 Seiten)
  12. Goethe und Beckett: Vom genialen Großsinn zum schöpferischen Eigensinn
    Erschienen: 2000
    Verlag:  Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin

    Mit dem Konzept des schöpferischen Selbstdenkens, der "autologie créatrice", hat Beckett die Vorstellung des Originalgenies aufgegriffen, wie sie der junge Goethe vorbildlich dargestellt hat. Beckett hat die Vorstellung des Originalgenies radikal... mehr

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    Mit dem Konzept des schöpferischen Selbstdenkens, der "autologie créatrice", hat Beckett die Vorstellung des Originalgenies aufgegriffen, wie sie der junge Goethe vorbildlich dargestellt hat. Beckett hat die Vorstellung des Originalgenies radikal individualisiert. Das allumfassende Begehren und das hemmungslose Aufnahmevermögen des Genies, die Beherrschung der Wirklichkeit durch die Einbildungskraft werden in Becketts Texten in ein Spiel des Bewusstseins mit sich selbst verwandelt. Beckett hat sich in seinem frühen Gedicht "The Vulture" (1935) mit Goethes "Harzreise im Winter" auseinandergesetzt und die Umwertung der Genialität dargestellt. Traditionelle und innovative Aspekte des Genie-Modells im Werk Becketts werden mit Beispielen aus den Romanen "L’innommable" und "Molloy" erläutert. Peer Reviewed

     

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    Quelle: Verbundkataloge
    Beteiligt: Bandau, Anja (Hrsg.); Gelz, Andreas (Hrsg.); Kleinert, Susanne (Hrsg.); Zangenfeind, Sabine (Hrsg.)
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Aufsatz aus einem Sammelband
    ISBN: 3-86057-657-7
    Weitere Identifier:
    Übergeordneter Titel: Korrespondenzen. Literarische Imagination und kultureller Dialog in der Romania. Festschrift für Helene Harth zum 60. Geburtstag; Tübingen : Stauffenburg; ,2000, Seiten 331-343
    Weitere Schlagworte: Samuel Beckett; Goethe; Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft
    Umfang: 1 Online-Ressource (16 Seiten)
  13. Komisches Unglück. Erzähler und Erzählfiguren Samuel Becketts
    Erschienen: 1996
    Verlag:  Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin

    Die komische Wirkung der Texte Samuel Becketts liegt darin begründet, daß Erzähler oder Erzählfiguren als auktoriale Instanzen die Texte eröffnen, daß sie sich selbstreflektierend verdoppeln oder vervielfältigen und dass sie als ein und dasselbe... mehr

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    Die komische Wirkung der Texte Samuel Becketts liegt darin begründet, daß Erzähler oder Erzählfiguren als auktoriale Instanzen die Texte eröffnen, daß sie sich selbstreflektierend verdoppeln oder vervielfältigen und dass sie als ein und dasselbe Erzähler-Ich den Text verlassen oder ihn beschließen. Es wird zunächst Becketts Theorie des literarischen Schreibens erläutert; ihr liegt die "autologie créatrice" zugrunde. Arthur Koestlers Theorie der Kreativität erklärt, dass der schöpferische Eigensinn unlösbar mit dem "humour" verbunden ist. Inwieweit der tiefgründige Witz des Solipsismus Becketts Schreibweise bestimmt, wird mit Darstellung der Titelfigur des Romans "Murphy" erläutert. Peer Reviewed

     

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    Quelle: Verbundkataloge
    Beteiligt: Brockmeier, Peter (Hrsg.); Veit, Carola (Hrsg.)
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Aufsatz aus einem Sammelband
    ISBN: 3-476-45174-7
    Weitere Identifier:
    Übergeordneter Titel: Komik und Solipsismus im Werk Samuel Becketts; Stuttgart [u.a.] : J. B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung; ,1996, Seiten 239-254
    Weitere Schlagworte: Samuel Beckett; Solipsismus; Komik; Arthur Koestler; Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft
  14. "Le mal s'insurge contre le bien." Sade und Lautréamont
    Erschienen: 1993
    Verlag:  Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin

    Bien avant Friedrich Nietzsche, Sade a procédé à un "renversement de toutes les valeurs": il a préfiguré la révolte du Mal contre le Bien, idée centrale de la modernité; il a encore annoncé certains auteurs du XXe siècle qui croyaient pouvoir... mehr

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    Bien avant Friedrich Nietzsche, Sade a procédé à un "renversement de toutes les valeurs": il a préfiguré la révolte du Mal contre le Bien, idée centrale de la modernité; il a encore annoncé certains auteurs du XXe siècle qui croyaient pouvoir détruire "la société actuelle" en déchaînant dans les lettres les forces de la nature. La souveraineté de l'imagination et le pessimisme idéologique qui s'expriment dans son œuvre ont tout particulièrement fasciné les auteurs du XIXe siècle. Malgré son renouvellement provocant de la langue poétique, Lautréamont a pris au sérieux le Bien et le Mal. Il les regarde comme des fantasmagories subjectives déterminant l'identité du Moi. Quant à l'insurrection du Mal contre le Bien, le protagoniste de "Les Chants de Maldoror" l'intériorise. Dans le cadre plus vaste de la polémique qui s'est engagée entre la conscience de la décadence et la foi dans le progrès, Ducasse décrit le conflit qui oppose la douleur née de la perte de la légitimation métaphysique du Mal à la souveraineté du Moi qui se croit tout permis. Peer Reviewed

     

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    Beteiligt: Brockmeier, Peter (Hrsg.); Michaud, Stéphane (Hrsg.)
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Aufsatz aus einem Sammelband
    ISBN: 3-476-45026-0
    Weitere Identifier:
    Übergeordneter Titel: Sitten und Sittlichkeit im 19. Jahrhundert. Les Morales au XIXe siècle; Stuttgart : J. B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung; ,1993, Seiten 250-276
    Weitere Schlagworte: Marquis de Sade; Sitten und Sittlichkeit; Lautréamont; Friedrich Nietzsche; Ästhetik des Schrecklichen; Französische Literatur; Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft
  15. Der namenlose Ich-Erzähler. Becketts "L'innommable" und Tante Léonie in Prousts "Du côté de chez Swann"
    Erschienen: 1996
    Verlag:  Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin

    Nathalie Sarraute zufolge werden in der Literatur des 20. Jahrhunderts die konventionellen Romanfiguren durch die neue Hauptfigur des Ich ihrer autonomen Existenz beraubt. Samuel Beckett hat die Anregung für seine Gestaltung des neuen Phänotyps in... mehr

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    Nathalie Sarraute zufolge werden in der Literatur des 20. Jahrhunderts die konventionellen Romanfiguren durch die neue Hauptfigur des Ich ihrer autonomen Existenz beraubt. Samuel Beckett hat die Anregung für seine Gestaltung des neuen Phänotyps in einer Nebenfigur des Romans "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" gefunden. Das Reden-Müssen unter dem Druck der angesammelten Zeit und die körperliche Bewegungslosigkeit teilen Becketts Ich-Erzähler mit Prousts Tante Léonie. Die körperliche Bewegungslosigkeit erscheint ihnen als Idealzustand, und sie verfügen über einen großen Schatz an Erinnerungen, ohne an dessen Wert zu glauben. Peer Reviewed

     

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    Quelle: Verbundkataloge
    Beteiligt: Lämmert, Eberhard (Hrsg.); Naumann, Barbara (Hrsg.)
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Aufsatz aus einem Sammelband
    ISBN: 3-7705-3026-8
    Weitere Identifier:
    Übergeordneter Titel: Wer sind wir? Europäische Phänotypen im Roman des zwanzigsten Jahrhunderts; München : Wilhelm Fink Verlag; ,1996, Seiten 101-113
    Weitere Schlagworte: Samuel Beckett; Marcel Proust; Nathalie Sarraute; Französische Literatur; Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft
  16. Das "undenkbare Ende" in einer "undenkbaren Vergangenheit".Zur Darstellung metaphysischer Ansichten in Samuel Becketts "Le dépeupleur".
    Erschienen: 1991
    Verlag:  Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät II, Berlin

    Samuel Beckett hat sich weniger für den Weltuntergang als für die kleine überschaubare Welt seiner einzelnen Erzählungen oder Theaterstücke interessiert. In "Le dépeupleur"/"Der Verwaiser" (1970) zeigt er, dass menschliche Wesen von metaphysischen... mehr

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    Samuel Beckett hat sich weniger für den Weltuntergang als für die kleine überschaubare Welt seiner einzelnen Erzählungen oder Theaterstücke interessiert. In "Le dépeupleur"/"Der Verwaiser" (1970) zeigt er, dass menschliche Wesen von metaphysischen Träumen angetrieben werden, ohne dass sie aus oder gar über sich selbst hinausgelangen können. Einzelne unter ihnen erschlaffen vielleicht und wenden sich von der vergeblichen Suche nach einem Mythus oder Ideal jenseits ihrer selbst ab. Auch der Blick ins eigene Ich kann wohl nur ein hektisches, vergebliches Suchen oder die Stille des Nichts offenbaren. Peer Reviewed

     

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    Beteiligt: Kaiser, Gerhard R. (Hrsg.)
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Aufsatz aus einem Sammelband
    ISBN: 3-88479-570-8
    Weitere Identifier:
    Übergeordneter Titel: Poesie der Apokalypse; Würzburg : Königshausen & Neumann; ,1991, Seiten 269-280
    Weitere Schlagworte: Samuel Beckett; Friedrich Nietzsche; Der Verwaiser; Poesie der Apokalypse; Französische Literatur; Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft
    Bemerkung(en):

    Überarbeitete Fassung aus "Poesie der Apokalypse", 1991

  17. Das Lob der Liebe von den Trobadors bis Pietro Aretino
    Erschienen: 2000
    Verlag:  Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin

    Da nicht alle individuellen erotischen Phantasien sozial konvenabel sind, bemühen sich die Dichter darum, die provozierende Besonderheit eines "egoistischen Tagtraumes durch Abänderungen oder Verhüllungen" abzumildern (S. Freud). Sexualität wird in... mehr

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    Da nicht alle individuellen erotischen Phantasien sozial konvenabel sind, bemühen sich die Dichter darum, die provozierende Besonderheit eines "egoistischen Tagtraumes durch Abänderungen oder Verhüllungen" abzumildern (S. Freud). Sexualität wird in Liebesgedichten durch metaphorische Hinweise, durch die Benennung mythologischer oder klassischer Liebesaffären, durch die vulgäre oder metaphorische Benennung der Geschlechtsorgane oder durch eine Suite von Emblemata evoziert. Die Bewertung der Sexualität kann rigoros moralisch, mit schlechtem Gewissen affirmativ oder emanzipiert hedonistisch sein; sie wird nicht selten mit misogynen Akzenten versehen. Es werden Gedichte männlicher oder weiblicher Troubadours, Petrarcas, Boccaccios, Louise Labés, Pietro Aretinos, Clément Marots, François Villons und anonymer Autoren vorgestellt. Peer Reviewed

     

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    Beteiligt: Stemmler, Theo (Hrsg.); Horlacher, Stefan (Hrsg.)
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Aufsatz aus einem Sammelband
    ISBN: 3-8233-4156-1
    Weitere Identifier:
    Übergeordneter Titel: Sexualität im Gedicht. Vorträge eines interdisziplinären Kolloquiums; Mannheim : Gunter Narr; ,2000, Seiten 119-145
    Weitere Schlagworte: erotische Literatur; erregende Literatur; altprovenzalische Lyrik; Petrarca; Boccaccio; Louïse Labé; Pietro Aretino; François Villon; Clément Marot; Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft
  18. Vernunft und Leidenschaft, individuelles Glück und soziale Norm
    Bemerkungen zu einer thematischen Struktur der Novellistik seit Boccaccio
    Erschienen: 1982
    Verlag:  Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin

    Einige bekannte Novellensammlungen der Romania werden mit der folgenden Fragestellung untersucht: In welchem Umfang wird den Erzählfiguren die Fähigkeit verliehen, im Rahmen vorgegebener sozialer Normen selbständig ihr Glück und ihre individuellen... mehr

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    Einige bekannte Novellensammlungen der Romania werden mit der folgenden Fragestellung untersucht: In welchem Umfang wird den Erzählfiguren die Fähigkeit verliehen, im Rahmen vorgegebener sozialer Normen selbständig ihr Glück und ihre individuellen Interessen zu vertreten und durchzusetzen? In der Novellistik werden die Vernunft sowie die von ihr vertretenen sozialen Normen oder individuelle Leidenschaften jeweils als Faktoren eingesetzt, die die Handlungsfähigkeit des Einzelnen einschränken oder befördern, die seinem Interesse, seinem Glück im Wege stehen oder es begründen. Giovanni Boccaccio und Margarete von Navarra haben ihren Figuren die Klugheit verliehen, damit sie ihr individuelles Glück gegen starre konventionelle Normen erringen können; rationale Verhaltensweisen schaffen einen gewissen Freiraum, um individuelle Bedürfnisse oder Leidenschaften zu befriedigen. Matteo Bandello glaubt die unbedingte Einhaltung der sittlichen Normen zu befördern, indem er die schreckliche Destruktivität der Leidenschaften in den Mittelpunkt seiner Novellen rückt. Miguel de Cervantes hat seine Vorgänger überboten, insofern seine Figuren glauben, ihre Leidenschaft wäre ihre Vernunft; erst am Ende ihres Lebens erkennen sie, dass diese Idee ein Trug ist. Guy de Maupassant hat seinen Erzählfiguren und Lesern auch diesen allerletzten Trost versagt, weil ihre Denk- und Verhaltensweisen von sozialen Umständen, von individuellen Anlagen oder von äußeren Situationen bestimmt werden, ohne dass sie diese bestimmenden Faktoren selbst ahnten oder durchschauten. Peer Reviewed

     

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    Quelle: Verbundkataloge
    Beteiligt: Lämmert, Eberhard (Hrsg.)
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Aufsatz aus einem Sammelband
    ISBN: 3-476-00472-4
    Weitere Identifier:
    Übergeordneter Titel: Erzählforschung : ein Symposion; Stuttgart : J.B.Metzler; ,1982, Seiten 367-383
    Weitere Schlagworte: Giovanni Boccaccio; Franco Sacchetti; Margarete von Navarra; Miguel de Cervantes; Matteo Bandello; Mme de Lafayette; Voltaire; Guy de Maupassant; Französische Literatur; Italienische, rumänische, rätoromanische Literatur; Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft
  19. Eigensinn mit oder ohne Gemeinsinn
    Samuel Becketts Schreibweise im kritischen Urteil deutscher Schriftsteller
    Erschienen: 2005
    Verlag:  Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin

    Deutsche Schriftsteller der Nachkriegszeit sind nicht nur von einer Tabula rasa ausgegangen, sondern sie haben auch und vor allem der neuen deutschen Literatur, die wie einst im "Sturm und Drang" zu regenerieren sei, die Aufgabe zugeschrieben, gegen... mehr

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    Deutsche Schriftsteller der Nachkriegszeit sind nicht nur von einer Tabula rasa ausgegangen, sondern sie haben auch und vor allem der neuen deutschen Literatur, die wie einst im "Sturm und Drang" zu regenerieren sei, die Aufgabe zugeschrieben, gegen angeblich falsche und für angeblich bessere politische oder soziale Werte und Zustände einzutreten. Sie folgen hierbei Jean-Paul Sartres Konzept des Engagements, dem zufolge allein die Poesie von Entscheidungen für oder gegen etwas freigestellt ist. Wegweisende Manifeste sind von Hans Werner Richter und Alfred Andersch in den Jahren 1947 und 1948 verfasst worden. Die literaturtheoretischen oder poetologischen Äußerungen und Überlegungen deutscher Schriftsteller aus den folgenden Jahrzehnten variieren, differenzieren und bestätigen diese frühen Weisungen; aus der Perspektive eines vermeintlich vordringlichen Gemeinsinns wird Becketts Schreibweise als wenig empfehlenswertes "Endspielspiel" (Martin Walser) beiseite geschoben. Aus deutscher Perspektive wurde Becketts Eigensinn als "makabre Philosophie", als Nihilismus, der "jeden Gestaltungsversuch" lähmt, kurzum als "dunkles Gelalle" (Werner Fiedler, in: "Der Tag", 2. 10. 1957) wahrgenommen. Allein Wolfgang Hildesheimer hat sich eindringlich auf Becketts Schreibweise eingelassen und scheint unter anderem die Erkenntnis daraus gewonnen zu haben, dass es nicht die Funktion der Literatur sei, "Wahrheit zu Fiktion, sondern Fiktion zu Wahrheit" zu machen; als er "Tynset" (1965), einen Monolog aus fragmentarischen Erinnerungen - also in durchaus Beckettscher Schreibweise -, veröffentlicht, erkennt einer seiner Kollegen, Reinhard Baumgart, in den "tief empfundenen Seufzern über das Sinnlose an Gott und Welt, Leben und Tod" nur "Weltschmerz-Rhetorik" und vermisst vor allem die eindeutige Trennung "zwischen der Wahrheit des Berichts oder Tagebuchs und der anderen Wahrheit des Erfindens und Erzählens": Es fällt nicht leicht, die vielfältig gemeinsinnigen Einsichten einer konsequent eigensinnigen Erfahrung und Schreibweise zu erkennen. Der in dem Sammelband "Der unbekannte Beckett" publizierte Beitrag ist überarbeitet, um einige Seiten erweitert und um eine englische Übersetzung ergänzt worden. Peer Reviewed

     

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    Beteiligt: Fischer-Seidel, Therese (Hrsg.); Fries-Dieckmann, Marion (Hrsg.)
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Aufsatz aus einem Sammelband
    ISBN: 3518456741
    Weitere Identifier:
    Übergeordneter Titel: Der unbekannte Beckett. Beckett und die deutsche Kultur; Frankfurt a. M. : Suhrkamp; Suhrkamp Tas,2005, Seiten 191-206
    Weitere Schlagworte: Samuel Becket; Der unbekannte Beckett; Beckett und die deutsche Kultur; Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft
    Umfang: 1 Online-Ressource (27 Seiten)
  20. Voltaire und Goethe
    Religionskritik und Kunstreligion
    Erschienen: 2006
    Verlag:  Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin

    Friedrich von Schlegel visa juste en appelant Goethe le Voltaire de l'Allemagne. Goethe avait une connaissance profonde des œuvres et des idées du philosophe français; il admirait en lui le plus grand génie de son époque, un "patriarche" qui se... mehr

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    Friedrich von Schlegel visa juste en appelant Goethe le Voltaire de l'Allemagne. Goethe avait une connaissance profonde des œuvres et des idées du philosophe français; il admirait en lui le plus grand génie de son époque, un "patriarche" qui se battait avec un zèle infatigable pour sa conception du monde et pour sa confession déiste. Mais d'après Goethe, Voltaire ne sut pas représenter la marche de l'histoire du monde comme un univers autonome et idéal; il ne réussit pas comme Shakespeare, génie tutélaire du Sturm und Drang, à braver les contradictions d'une mesquine réalité par la création d'une œuvre dans laquelle la liberté de l'homme s'accorderait harmonieusement avec les forces irrésistibles du grand tout. Goethe reprit la lutte du philosophe français contre les préjugés, mais il la transforma en un combat pour une poétique de l'enthousiasme; c'était à travers la beauté des productions du "génie" que devait être soutenue la cause de l'humanité. L'explication parallèle de deux poèmes – Epître à Uranie et Prometheus – éclairera ces deux aspects de la réception de Voltaire par Goethe. Peer Reviewed

     

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    Beteiligt: Winklehner, Brigitte (Hrsg.); Reisinger, Roman (Hrsg.); Schreiner, Elisabeth (Hrsg.)
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Aufsatz aus einem Sammelband
    ISBN: 3-86057-063-3
    Weitere Identifier:
    Übergeordneter Titel: Voltaire und Europa. Der interkulturelle Kontext von Voltaires Correspondance; Tübingen : Stauffenburg Verlag; ,2006, Seiten 160-172
    Weitere Schlagworte: Voltaire; Goethe; Prometheus; Religionskritik; Kunstreligion; Sturm und Drang; Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft
  21. Innenräume
    Zu Samuel Becketts Texten und Spielen.
    Erschienen: 2007
    Verlag:  Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin

    Wenn Becketts Figuren reden, locken sie den Leser in den weiten Raum ihres Gedächtnisses; ihr kontinuierlicher Wortfluss vermittelt aber die paradoxe Vorstellung, dass sie dort das Dunkel, die Leere und die Stille suchen. Becketts späte Erzählung Le... mehr

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    Wenn Becketts Figuren reden, locken sie den Leser in den weiten Raum ihres Gedächtnisses; ihr kontinuierlicher Wortfluss vermittelt aber die paradoxe Vorstellung, dass sie dort das Dunkel, die Leere und die Stille suchen. Becketts späte Erzählung Le dépeupleur/ Der Verwaiser (1970) enthält wichtige Hinweise, um "Film" sowie die Fernsehspiele "Geistertrio", "…nur noch Gewölk…" und das Theaterstück "Was wo" zu verstehen. Peer Reviewed

     

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    Quelle: Verbundkataloge
    Beteiligt: Flügge, Matthias (Hrsg.); Kudielka, Robert (Hrsg.); Lammert, Angela (Hrsg.)
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Aufsatz aus einem Sammelband
    ISBN: 978-3-938821-06-0
    Weitere Identifier:
    Übergeordneter Titel: Raum. Orte der Kunst. Katalog einer Ausstellung.; Berlin, Nürnberg : Akademie der Künste, Verlag für moderne Kunst; ,2007, Seiten 246-251
    Weitere Schlagworte: Samuel Beckett; Raum; Orte der Kunst; Innenraum; Gedächtnis; Der Verwaiser; Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft
  22. "Und in des Wortes verwegendster Bedeutung"
    Das Paradoxon in der Dichtung
    Erschienen: 1991
    Verlag:  Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät II, Berlin

    Literatur ist nach Klaus Weimar "eine profund ehrliche Lüge", oder ihre Eigenart besteht in einem "Rollenspiel beim Schreiben und Lesen". Mit einigen Beispielen wird dieses Verfahren der "paradoxen Bearbeitung" von Texten erläutert. Peer Reviewed mehr

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    Literatur ist nach Klaus Weimar "eine profund ehrliche Lüge", oder ihre Eigenart besteht in einem "Rollenspiel beim Schreiben und Lesen". Mit einigen Beispielen wird dieses Verfahren der "paradoxen Bearbeitung" von Texten erläutert. Peer Reviewed

     

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    Quelle: Verbundkataloge
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Buch (Monographie)
    Weitere Identifier:
    Schlagworte: Konferenz
    Weitere Schlagworte: Paradox; Hybris; Literatur; Rhetorik; Jean-Jacques Rousseau; Dante Alighieri; Samuel Beckett; Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft
  23. Erzählliteratur (Roman, Novelle, conte)
    Erschienen: 2008
    Verlag:  Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin

    Zuerst wird formal und Epochen übergreifend zwischen nichtliterarischem und literarischem Erzählen unterschieden. Einzelne Gattungen, wie Roman, Novelle, "conte", können nur als spezifisch historische Phänomene beschrieben werden; denn eine... mehr

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    Zuerst wird formal und Epochen übergreifend zwischen nichtliterarischem und literarischem Erzählen unterschieden. Einzelne Gattungen, wie Roman, Novelle, "conte", können nur als spezifisch historische Phänomene beschrieben werden; denn eine "narrative Sequenz" (U. Eco) kann in gereimter, rhythmischer, prosaischer oder dialogischer Form verfasst werden. Aristoteles zufolge ist das Epos von der Tragödie oder dem Drama durch die Länge des Aufbaus zu unterscheiden; im Epos können nacheinander mehrere Episoden einer Geschichte dargestellt werden, die in einem größeren Zeitraum geschehen sein sollen. Die Simultaneität kann also als formales Konzept für die Abgrenzung eines umfangreichen gegenüber einem kürzeren erzählenden Text eingesetzt werden: Ein Erzähler berichtet mehrere Episoden entweder aus ein und derselben Schlacht oder aus ein und demselben Heldenleben oder aus dem Fundus seiner Erinnerung. Die Vielfalt der Stoffe und Motive, die in literarischen Texten als Träger von Normen und Ideen verwendet werden, sind den Themen Gewalt und Liebe zugeordnet worden: Die Attraktivität des literarischen Erzählens liegt wahrscheinlich darin begründet, dass sich die Menschen mit dem Tod und dem Überleben auseinandersetzen müssen. Peer Reviewed

     

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  24. Wortgeburten umsonst
    Samuel Becketts Versuche, kunstvoll zu schweigen
    Erschienen: 2009
    Verlag:  Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät II, Berlin

    Beckett zufolge führt die schöpferische Inspiration "in den geräumigen Anbau geistiger Entfremdung […], in den Schlaf oder in die seltene Offenbarung wachen Wahnsinns"; er setzt damit Sigmunds Freuds Literaturtheorie außer Kraft, der zufolge ein... mehr

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    Beckett zufolge führt die schöpferische Inspiration "in den geräumigen Anbau geistiger Entfremdung […], in den Schlaf oder in die seltene Offenbarung wachen Wahnsinns"; er setzt damit Sigmunds Freuds Literaturtheorie außer Kraft, der zufolge ein Dichter Ersatzmittel schafft, in denen das Anstößige der normalen Tagträumerei abgeschwächt wird, damit Dichter und Leser diese Phantasien ästhetisch genießen können, ohne sich schämen zu müssen. Beckett zufolge lässt der Künstler sich auf Erfahrungen ein, die nicht entlastend wirken, sondern bedrohlich, unverständlich und für das praktische Leben irrelevant sind. Becketts literarische Rede, sein "Ausdruck" entspringt einem Erkenntnisdrang, der keine Motivation und kein Thema hat und keine Worte findet, die ihn erfassen. Künstlerisch tätig zu sein, bedeutet also zu "scheitern". Becketts kunsttheoretischen Überlegungen liegt zwar die Genieästhetik zugrunde, aber der Vergleich zwischen Becketts Roman "Comment c'est" und Friedrich Nietzsches "Also sprach Zarathustra" soll zeigen, dass der Anspruch aufgegeben worden ist, mit der künstlerischen Tätigkeit einen Sinn zu finden. Peer Reviewed

     

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    Quelle: Verbundkataloge
    Beteiligt: Hölter, Achim (Hrsg.); Schmitz-Emans, Monika (Hrsg.)
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Aufsatz aus einem Sammelband
    ISBN: 978-3-939381-20-4
    Weitere Identifier:
    Übergeordneter Titel: Wortgeburten. Zu Ehren von Karl Maurer.; Heidelberg : Synchron; ,2009, Seiten 71-79
    Weitere Schlagworte: Samuel Beckett; Friedrich Nietzsche; Sigmund Freud; Comment c'est; Wie es ist; Also sprach Zarathustra; Genieästhetik; Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft
  25. Innovation und Destruktion in der Genieästhetik
    Erschienen: 2010
    Verlag:  Humboldt-Universität zu Berlin, Philosophische Fakultät II, Berlin

    Nach Quintilian gilt das Konzept der Nachahmung für die Geschichte der Kunst und für die Geschichte der Zivilisation. Seit der Renaissance ist die Vorstellung, dass die Kunst die Kunst hervorbringt, eine Selbstverständlichkeit geworden, und die... mehr

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    Nach Quintilian gilt das Konzept der Nachahmung für die Geschichte der Kunst und für die Geschichte der Zivilisation. Seit der Renaissance ist die Vorstellung, dass die Kunst die Kunst hervorbringt, eine Selbstverständlichkeit geworden, und die Entwicklung oder der Fortschritt des künstlerischen Geschmacks wurden mit der fortschreitenden Naturerkenntnis und Naturbeherrschung verbunden. Im 16. Jh. wurde eine weitere Idee Quintilians aktualisiert: der schöpferische Mensch strebt über die Nachahmung seiner Vorbilder hinaus; in den Künsten hält er sich also nicht an die Grenzen des 'guten Geschmacks'. Seit dem 18. Jh. gilt die Abweichung von der Norm als wesentlicher Bestandteil der künstlerischen Schöpfung, und seit der Encyclopédie Diderots und d'Alemberts wird das Genie, das sich unerschrocken auf neue Wege und Abwege begibt, entscheidend für die Konstituierung neuen Wissens; angesichts der Vervielfältigung der sozialen, technischen und politischen Innovationsprozesse wurde die individuelle Kreativität für Goethe, Saint-Simon, Tocqueville und Hugo zum wichtigsten Faktor historischer Dynamik. Peer Reviewed

     

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    Quelle: Verbundkataloge
    Beteiligt: Elm, Veit (Hrsg.)
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Aufsatz aus einem Sammelband
    ISBN: 978-3-05-004934-2
    Weitere Identifier:
    Übergeordneter Titel: Wissenschaftliches Erzählen im 18. Jahrhundert. Geschichte, Enzyklopädik, Literatur.; Berlin : Akad.-Verl.; ,2010, Seiten 95-107
    Weitere Schlagworte: Genie; Genieästhetik; Fortschritt; Kunst; Kreativität; Quintilian; Saint-Simon; Tocqueville; Goethe; Hugo; Literatur, Rhetorik, Literaturwissenschaft