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  1. Nation und Subjekt: zur Systematik des deutschen Nationalismus anhand von Texten Ulrich von Huttens
    Erschienen: 2000

    Der Artikel ist frei verfügbar; anstelle eines Abstract wird hier zunächst der Anfang wiedergegeben: Der frühe deutsche Nationalismus zwischen Renaissance und Französischer Revolution spielt in der neueren deutschen Geschichtswissenschaft eine... mehr

     

    Der Artikel ist frei verfügbar; anstelle eines Abstract wird hier zunächst der Anfang wiedergegeben: Der frühe deutsche Nationalismus zwischen Renaissance und Französischer Revolution spielt in der neueren deutschen Geschichtswissenschaft eine zwiespältige Rolle.[1] Die Neuhistoriker mit ihrem Schwerpunkt im 19. und 20. Jahrhundert würdigen ihn eher flüchtiger Blicke. Er sei auf Eliten beschränkt, religiös und ständisch eingebunden, vorwiegend kulturell orientiert und deshalb zu trennen vom Nationalismus seit der Französischen Revolution mit seinem Massencharakter, seinem quasireligiösen Anspruch und seinen politisch-aggressiven Potenzen, die in die Katastrophen des 20. Jahrhunderts führten.[2] Historiker der Frühen Neuzeit hingegen handeln von ihm als Selbstverständlichkeit, sehen aber wenig Veranlassung, ihn über die Jahrhunderte hinweg allzu eng mit den moralischen und politischen Problemen zu verknüpfen, die den Neuhistorikern bei diesem Gegenstand zu schaffen machen.[3] So bleibt der frühe Nationalismus in der Forschung ein historisch isoliertes Phänomen, bloße Vorgeschichte des „eigentlichen“ Nationalismus.[4] Zwar wird neuerdings das bisherige Dogma von der Grenze der Französischen Revolution ein wenig gelockert, werden zumindest nationalistische Texte des 18. Jahrhunderts nicht mehr als Zeugnisse eines friedlichen, integrativen Patriotismus hingestellt,[5] und auch das Konzept des Kongresses, für den dieser Beitrag entstand, ging von einem einheitlichen nationalen Diskurs zwischen 1750 und 1871 aus. Aber noch weiter zurück wagt sich der historische Blick heutiger Nationalismusforschung nur selten, und die Frage bleibt unbehandelt, welche historischen und systematischen Zusammenhänge zwischen frühem und späterem Nationalismus bestehen. Eben diese Frage möchte ich in den Mittelpunkt meiner Untersuchung stellen. Ich werde mich dabei auf ein Einzelbeispiel aus dem frühen Nationalismus beschränken. An den Texten Ulrichs von Hutten möchte ich einigen Strukturmerkmale nationaler Texte nachgehen, von denen ich meine, daß sie generelle Bedeutung haben, also die Epochengrenze zwischen Früher Neuzeit und Neuzeit/Gegenwart durchbrechen.[6] Ein Abriß einer Geschichte des Nationalismus ist damit nicht intendiert; mein Interesse ist hier systematisch, nicht historiographisch ausgerichtet.[7]

     

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    Quelle: BASE Fachausschnitt AVL
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Unbestimmt
    Format: Online
    Übergeordneter Titel: Searching for common ground: Diskurse zur deutschen Identität. - Weimar, Wien : Nicholas Vazsonyi (Hrsg.), 2000. - 23-42, ISBN: 978-3-412-13899-8
    DDC Klassifikation: Literaturen germanischer Sprachen; Deutsche Literatur (830); Historische Behandlung, Behandlung mehrerer Einzelpersonen (109)
    Schlagworte: Germanistik; Nation; Subjekt; Nationalismus; Hutten
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  2. Subjekt, Nation und Autorschaft : zu Ulrich von Huttens Ein Neu Lied (1521)
    Erschienen: 2000

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    Der Artikel ist frei verfügbar; anstelle eines Abstract wird hier zunächst der Anfang wiedergegeben: Das hier abgedruckte Gedicht Ulrich von Huttens hat einst zum literarischen Kanon eines geschichtsbeflissenen deutschen Bildungsbürgertums gehört. Sein protestantisch-kämpferischer Ton und sein mythenträchtiges Bild vom auf sich selbst gestellten Schriftsteller sicherten ihm (in modernisierter Sprachform, versteht sich) einen Platz in zahlreichen Anthologien und Schulbüchern des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Noch Friedrich Gundolf hielt es 1916 für „unser mächtigstes weltliches Gedicht zwischen Walther und Klopstock“.[1] Doch es war wohl nicht nur die Rezeptionsgeschichte, die 1982 den Reclam-Verlag bewog, das Neu Lied in eine Anthologie repräsentativ interpretierter deutscher Gedichte aufzunehmen [2] – wichtiger dürfte die historische Bedeutung von Huttens Text gewesen sein und die bis heute wahrnehmbare, kraftvolle Unmittelbarkeit seiner Strophen. Peter Ukena hat die schwierige Sprachgestalt des Textes durch eine sorgfältige Prosa-Übertragung erschlossen, die politische und biographische Situation seiner Entstehung umrissen und es als Selbstreflexion eines politisch Gescheiterten interpretiert, dem nach dem publizistischen Kampf mit dem Wort nur noch der militärische Kampf mit den Waffen und die Hoffnung auf die Hilfe der Glücksgöttin Fortuna geblieben waren. Das Gedicht stehe „archetypisch“ für eine Haltung, die in radikalem politischen Reformwillen eigene Wunschvorstellungen und politische Wirklichkeit verwechsele; „darüber hinaus“ sei es „ein frühes Zeugnis neuzeitlicher, bindungslos sich selbst überschätzender und überfordernder menschlicher Existenz“.[3] Aus Ukenas anregender Neuinterpretation will ich den Begriff einer spezifisch neuzeitlichen Subjektivität aufgreifen und in einen Zusammenhang stellen, den Ukena nur gestreift hat: Huttens Nationalismus. Ukena kassierte mit seinem Artikel eine jahrhundertelange Deutungstradition, in der Hutten als Begründer des deutschen Nationalgedankens gefeiert worden war; 1982 schien diese Deutung nicht mehr zeitgemäß. Ukena nahm Huttens Text gegen solch politische Vereinnahmung in Schutz und lenkte den Blick auf das Faktum einer übergreifenden neuzeitlichen Persönlichkeitsproblematik; zu Recht und mit Erkenntnisgewinn. Dabei ist ihm allerdings die nationale Thematik aus dem Gesichtsfeld gerückt. Aber Huttens Schriften waren im 16. Jahrhundert Teil eines breiten nationalen Diskurses unter humanistisch gebildeten Intellektuellen und haben in der Entwicklungsgeschichte des deutschen Nationalismus durch die Jahrhunderte hindurch eine wichtige Rolle gespielt; auch das Neu Lied ist – wie sich noch zeigen wird – ohne diesen Aspekt kaum angemessen zu verstehen. Deshalb sollte gerade er nicht übergangen werden; daß der Nationalismus im letzten Jahrzehnt auch theoretisch und historiographisch wieder an Interesse gewonnen hat, kann dabei hilfreich sein.[4] Mein Essay zu Huttens Lied wird also von der Bedeutung neuzeitlicher Subjektivität für die Entstehung des deutschen Nationalismus handeln; dabei wird die Tatsache, daß bei Hutten ein Literat in einem Text über seine Position als Autor reflektiert, eine besondere Rolle spielen.[5]

     

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    Quelle: BASE Fachausschnitt AVL
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Unbestimmt
    Format: Online
    Übergeordneter Titel: Geschichtserfahrung im Spiegel der Literatur : Festschrift für Jürgen Schröder zum 65. Geburtstag. - Tübingen : Cornelia Blasberg und Franz-Josef Deiters (Hrsg.), 2000. - 1-21, ISBN: 3-86057-654-2
    DDC Klassifikation: Literaturen germanischer Sprachen; Deutsche Literatur (830)
    Schlagworte: Germanistik; Subjekt; Nation; Autorschaft; Literatur; Hutten
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  3. Nation und Subjekt: zur Systematik des deutschen Nationalismus anhand von Texten Ulrich von Huttens
    Erschienen: 2000

    Der Artikel ist frei verfügbar; anstelle eines Abstract wird hier zunächst der Anfang wiedergegeben: Der frühe deutsche Nationalismus zwischen Renaissance und Französischer Revolution spielt in der neueren deutschen Geschichtswissenschaft eine... mehr

     

    Der Artikel ist frei verfügbar; anstelle eines Abstract wird hier zunächst der Anfang wiedergegeben: Der frühe deutsche Nationalismus zwischen Renaissance und Französischer Revolution spielt in der neueren deutschen Geschichtswissenschaft eine zwiespältige Rolle.[1] Die Neuhistoriker mit ihrem Schwerpunkt im 19. und 20. Jahrhundert würdigen ihn eher flüchtiger Blicke. Er sei auf Eliten beschränkt, religiös und ständisch eingebunden, vorwiegend kulturell orientiert und deshalb zu trennen vom Nationalismus seit der Französischen Revolution mit seinem Massencharakter, seinem quasireligiösen Anspruch und seinen politisch-aggressiven Potenzen, die in die Katastrophen des 20. Jahrhunderts führten.[2] Historiker der Frühen Neuzeit hingegen handeln von ihm als Selbstverständlichkeit, sehen aber wenig Veranlassung, ihn über die Jahrhunderte hinweg allzu eng mit den moralischen und politischen Problemen zu verknüpfen, die den Neuhistorikern bei diesem Gegenstand zu schaffen machen.[3] So bleibt der frühe Nationalismus in der Forschung ein historisch isoliertes Phänomen, bloße Vorgeschichte des „eigentlichen“ Nationalismus.[4] Zwar wird neuerdings das bisherige Dogma von der Grenze der Französischen Revolution ein wenig gelockert, werden zumindest nationalistische Texte des 18. Jahrhunderts nicht mehr als Zeugnisse eines friedlichen, integrativen Patriotismus hingestellt,[5] und auch das Konzept des Kongresses, für den dieser Beitrag entstand, ging von einem einheitlichen nationalen Diskurs zwischen 1750 und 1871 aus. Aber noch weiter zurück wagt sich der historische Blick heutiger Nationalismusforschung nur selten, und die Frage bleibt unbehandelt, welche historischen und systematischen Zusammenhänge zwischen frühem und späterem Nationalismus bestehen. Eben diese Frage möchte ich in den Mittelpunkt meiner Untersuchung stellen. Ich werde mich dabei auf ein Einzelbeispiel aus dem frühen Nationalismus beschränken. An den Texten Ulrichs von Hutten möchte ich einigen Strukturmerkmale nationaler Texte nachgehen, von denen ich meine, daß sie generelle Bedeutung haben, also die Epochengrenze zwischen Früher Neuzeit und Neuzeit/Gegenwart durchbrechen.[6] Ein Abriß einer Geschichte des Nationalismus ist damit nicht intendiert; mein Interesse ist hier systematisch, nicht historiographisch ausgerichtet.[7]

     

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    Quelle: BASE Fachausschnitt AVL
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Unbestimmt
    Format: Online
    Übergeordneter Titel: Searching for common ground : Diskurse zur deutschen Identität. - Köln ; Weimar ; Wien : Nicholas Vazsonyi (Hrsg.), 2000. - 23-42, ISBN: 978-3-412-13899-8
    DDC Klassifikation: Literaturen germanischer Sprachen; Deutsche Literatur (830); Historische Behandlung, Behandlung mehrerer Einzelpersonen (109)
    Schlagworte: Herrmann; Germanistik; Nation; Subjekt; Nationalismus; Hutten
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  4. "Nation' und 'Subjekt" im deutschen Renaissance-Humanismus um 1500 : Konrad Celtis und Ulrich von Hutten
    Erschienen: 2008

    Der Artikel ist frei verfügbar; anstelle eines Abstract wird hier zunächst ein Ausschnitt aus der Einleitung wiedergegeben: Subjektpositionen sind in der bisherigen Nationalismusforschung wenig behandelt worden. Zwar hatte bereits Benedict Anderson... mehr

     

    Der Artikel ist frei verfügbar; anstelle eines Abstract wird hier zunächst ein Ausschnitt aus der Einleitung wiedergegeben: Subjektpositionen sind in der bisherigen Nationalismusforschung wenig behandelt worden. Zwar hatte bereits Benedict Anderson darauf hingewiesen, welche Bedeutung subjektive Sinnstiftung (bis zur Todesbereitschaft) für die Anziehungskraft des Nationalismus hat (Anderson 1988, 16f.), aber dieser Aspekt ist von dem Begriff der „nationalen“ oder „kollektiven Identität“ aufgesogen worden, der sich seit ca. 1990 zu einem Standardtopos der Forschung entwickelt hat,[6] ohne dass „Identität“, soweit ich sehe, dabei historisiert oder gar auf die in ihr jeweils enthaltenen Subjektpositionen hin untersucht worden wäre.[7] Anderson hatte zudem herausgestellt, dass die „Souveränität der Nation“ in nationalistischen Konzepten eine große Rolle spiele (ebd.); dieser Aspekt ist von den Historikern unter den Nationalismusforschern als Machtanspruch der ‚Nation‘ stets berücksichtigt worden; doch die Einsicht, dass damit der ‚Nation‘ ein Status als kollektiv handelndes Subjekt zugewiesen wird und dass gerade dies für die Karriere des Nationalismus in der Moderne von Bedeutung sein könnte – diese Einsicht blieb den wenigen Kultur- und LiteraturwissenschaftlerInnen in diesem Feld vorbehalten.[8] – Beide Aspekte, der der individuellen wie der der kollektiven Subjektposition, werden im Folgenden eine Rolle spielen. Das Interesse für die Bedeutung von Subjektpositionen im Nationalismus lenkt die Aufmerksamkeit auf literarische Texte, in denen das Sprechersubjekt eine besondere Funktion besitzt. Bei den im Folgenden untersuchten Texten von Konrad Celtis (1459-1508) und Ulrich von Hutten (1488-1523) ist dies der Fall. Ausgewählt habe ich sie jedoch, weil in ihnen jeweils eine besonders emphatische und engagierte Form nationalen Denkens vertreten und propagiert wird; darauf werde ich allerdings erst im dritten Abschnitt des Celtis-Teils zu sprechen kommen.

     

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    Quelle: BASE Fachausschnitt AVL
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Unbestimmt
    Format: Online
    Übergeordneter Titel: Das Subjekt des Diskurses : Festschrift für Klaus-Michael Bogdal. - Heidelberg : Achim Geisenhanslüke, Georg Mein und Franziska Schößler (Hrsg.), 2008. - 79-109, ISBN: 978-3-939381-16-7
    DDC Klassifikation: Literaturen germanischer Sprachen; Deutsche Literatur (830)
    Schlagworte: Germanistik; Nation; Subjekt; Renaissance; Humanismus; Herrmann
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  5. Subjekt, Nation und Autorschaft : zu Ulrich von Huttens "Ein Neu Lied" (1521)
    Erschienen: 2000

    Der Artikel ist frei verfügbar; anstelle eines Abstract wird hier zunächst der Anfang wiedergegeben: Das hier abgedruckte Gedicht Ulrich von Huttens hat einst zum literarischen Kanon eines geschichtsbeflissenen deutschen Bildungsbürgertums gehört.... mehr

     

    Der Artikel ist frei verfügbar; anstelle eines Abstract wird hier zunächst der Anfang wiedergegeben: Das hier abgedruckte Gedicht Ulrich von Huttens hat einst zum literarischen Kanon eines geschichtsbeflissenen deutschen Bildungsbürgertums gehört. Sein protestantisch-kämpferischer Ton und sein mythenträchtiges Bild vom auf sich selbst gestellten Schriftsteller sicherten ihm (in modernisierter Sprachform, versteht sich) einen Platz in zahlreichen Anthologien und Schulbüchern des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Noch Friedrich Gundolf hielt es 1916 für „unser mächtigstes weltliches Gedicht zwischen Walther und Klopstock“.[1] Doch es war wohl nicht nur die Rezeptionsgeschichte, die 1982 den Reclam-Verlag bewog, das Neu Lied in eine Anthologie repräsentativ interpretierter deutscher Gedichte aufzunehmen [2] – wichtiger dürfte die historische Bedeutung von Huttens Text gewesen sein und die bis heute wahrnehmbare, kraftvolle Unmittelbarkeit seiner Strophen. Peter Ukena hat die schwierige Sprachgestalt des Textes durch eine sorgfältige Prosa-Übertragung erschlossen, die politische und biographische Situation seiner Entstehung umrissen und es als Selbstreflexion eines politisch Gescheiterten interpretiert, dem nach dem publizistischen Kampf mit dem Wort nur noch der militärische Kampf mit den Waffen und die Hoffnung auf die Hilfe der Glücksgöttin Fortuna geblieben waren. Das Gedicht stehe „archetypisch“ für eine Haltung, die in radikalem politischen Reformwillen eigene Wunschvorstellungen und politische Wirklichkeit verwechsele; „darüber hinaus“ sei es „ein frühes Zeugnis neuzeitlicher, bindungslos sich selbst überschätzender und überfordernder menschlicher Existenz“.[3] Aus Ukenas anregender Neuinterpretation will ich den Begriff einer spezifisch neuzeitlichen Subjektivität aufgreifen und in einen Zusammenhang stellen, den Ukena nur gestreift hat: Huttens Nationalismus. Ukena kassierte mit seinem Artikel eine jahrhundertelange Deutungstradition, in der Hutten als Begründer des deutschen Nationalgedankens gefeiert worden war; 1982 schien diese Deutung nicht mehr zeitgemäß. Ukena nahm Huttens Text gegen solch politische Vereinnahmung in Schutz und lenkte den Blick auf das Faktum einer übergreifenden neuzeitlichen Persönlichkeitsproblematik; zu Recht und mit Erkenntnisgewinn. Dabei ist ihm allerdings die nationale Thematik aus dem Gesichtsfeld gerückt. Aber Huttens Schriften waren im 16. Jahrhundert Teil eines breiten nationalen Diskurses unter humanistisch gebildeten Intellektuellen und haben in der Entwicklungsgeschichte des deutschen Nationalismus durch die Jahrhunderte hindurch eine wichtige Rolle gespielt; auch das Neu Lied ist – wie sich noch zeigen wird – ohne diesen Aspekt kaum angemessen zu verstehen. Deshalb sollte gerade er nicht übergangen werden; daß der Nationalismus im letzten Jahrzehnt auch theoretisch und historiographisch wieder an Interesse gewonnen hat, kann dabei hilfreich sein.[4] Mein Essay zu Huttens Lied wird also von der Bedeutung neuzeitlicher Subjektivität für die Entstehung des deutschen Nationalismus handeln; dabei wird die Tatsache, daß bei Hutten ein Literat in einem Text über seine Position als Autor reflektiert, eine besondere Rolle spielen.[5]

     

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    Quelle: BASE Fachausschnitt AVL
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Unbestimmt
    Format: Online
    Übergeordneter Titel: Geschichtserfahrung im Spiegel der Literatur : Festschrift für Jürgen Schröder zum 65. Geburtstag. - Tübingen : Cornelia Blasberg und Franz-Josef Deiters (Hrsg.), 2000. - 1-21, ISBN: 3-86057-654-2
    DDC Klassifikation: Literaturen germanischer Sprachen; Deutsche Literatur (830)
    Schlagworte: Germanistik; Subjekt; Nation; Autorschaft; Literatur; Herrmann; Hutten
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  6. Bildung und Konfession
    Politik, Religion und literarische Identitätsbildung 1850 - 1918
    Autor*in:
    Erschienen: 1996
    Verlag:  Niemeyer, Tübingen

    Humboldt-Universität zu Berlin, Universitätsbibliothek, Zentralbibliothek, Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum
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    Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Haus Unter den Linden
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    Verbund der Öffentlichen Bibliotheken Berlins - VÖBB
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    Quelle: Staatsbibliothek zu Berlin
    Beteiligt: Huber, Martin
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Buch (Monographie)
    ISBN: 3484350598
    RVK Klassifikation: GM 1411 ; EC 5178 ; GE 3111
    Schriftenreihe: Studien und Texte zur Sozialgeschichte der Literatur ; 59
    Schlagworte: Nation; Identitätsfindung; Konfession; Bildung; Gesellschaft; Literatur; Kulturkampf; Deutsch; Katholizismus
    Umfang: V, 175 S.
  7. Versprechen auf Deutsch
    Rede über das eigene Land
    Erschienen: 1990
    Verlag:  Suhrkamp, Frankfurt am Main

    Alice Salomon Hochschule Berlin, Bibliothek
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    Archiv der Akademie der Künste, Bibliothek
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    Freie Universität Berlin, Universitätsbibliothek
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    Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Haus Unter den Linden
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    Bibliothek der Friedrich-Ebert-Stiftung
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    Brandenburgische Technische Universität Cottbus - Senftenberg, Universitätsbibliothek
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    Europa-Universität Viadrina, Universitätsbibliothek
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    Quelle: Philologische Bibliothek, FU Berlin; Staatsbibliothek zu Berlin
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Buch (Monographie)
    ISBN: 3518116312
    RVK Klassifikation: NQ 6020 ; CI 4641 ; CI 4644
    Auflage/Ausgabe: Erstausg., 1. Aufl.
    Schriftenreihe: Edition Suhrkamp ; 1631 = N.F., 631
    Schlagworte: Wissen; Vergangenheitsbewältigung; Nation; Nationalsozialismus
    Weitere Schlagworte: Sloterkijk, Peter <1947->
    Umfang: 82 S.
  8. Versteinerte Weiblichkeit
    Allegorien in der Skulptur der Moderne
    Autor*in: Wenk, Silke
    Erschienen: 1996
    Verlag:  Böhlau, Köln ; Weimar ; Wien

    Archiv der Akademie der Künste, Bibliothek
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    Freie Universität Berlin, Universitätsbibliothek
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    Humboldt-Universität zu Berlin, Universitätsbibliothek, Zentralbibliothek, Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum
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    Staatliche Museen zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz, Kunstbibliothek
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    TU Berlin, Universitätsbibliothek
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    Universität der Künste Berlin, Universitätsbibliothek
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    Europa-Universität Viadrina, Universitätsbibliothek
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    Universität Potsdam, Universitätsbibliothek
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    Quelle: Philologische Bibliothek, FU Berlin; Staatsbibliothek zu Berlin
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Dissertation
    ISBN: 341202595X
    RVK Klassifikation: LH 69310 ; EC 1050 ; LH 81200
    Schriftenreihe: Literatur, Kultur, Geschlecht : Große Reihe ; 5
    Schlagworte: Allegorieën; Plastische kunst; Vrouwen; Frau; Women in art; Symbolism in art; Sculpture, Modern -- 19th century; Sculpture, Modern -- 20th century; Weiblichkeit; Weiblichkeit; Nation; Künste; Personifikation; Frau; Abstraktum; Freiheit; Sieg; Republik; Allegorie; Plastik
    Umfang: XII, 374 S., [38] Bl., zahlr. Ill.
    Bemerkung(en):

    Zugl.: Hamburg, Univ., Habil.-Schr., 1992

  9. Reinventing liberty
    nation, commerce and the historical novel from Walpole to Scott
    Erschienen: 2016
    Verlag:  Edinburgh University Press, Edinburgh

    Freie Universität Berlin, Universitätsbibliothek
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    Humboldt-Universität zu Berlin, Universitätsbibliothek, Zentralbibliothek, Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum
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    Hinweise zum Inhalt
    Volltext (kostenfrei)
    Quelle: Philologische Bibliothek, FU Berlin; Staatsbibliothek zu Berlin
    Sprache: Englisch
    Medientyp: Ebook
    Format: Online
    ISBN: 9781474402972; 9781474412896
    RVK Klassifikation: HL 1301
    Schriftenreihe: Edinburgh critical Studies in romanticism
    Schlagworte: Historischer Roman; Handel; Nation; Freiheit; Englisch
    Umfang: 1 Online-Ressource (241 Seiten), Illustration
    Bemerkung(en):

    Titel ist im Rahmen der Initiative Knowledge Unlatched frei zugänglich

  10. Konzepte der Nation: Eingrenzung, Ausgrenzung, Entgrenzung
    Beiträge zum 17. Forum Junge Romanistik, Frankfurt, Main, 20.-23. Juni 2001
    Autor*in:
    Erschienen: 2002
    Verlag:  Romanistischer Verl., Bonn

    Humboldt-Universität zu Berlin, Universitätsbibliothek, Zentralbibliothek, Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum
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    Hinweise zum Inhalt
    Quelle: Verbundkataloge
    Beteiligt: Schleicher, Regina
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Buch (Monographie)
    ISBN: 3861431335
    RVK Klassifikation: IB 1079
    Schriftenreihe: Forum junge Romanistik ; 8
    Schlagworte: Literatur; Nation; Geschichte; Romanische Sprachen
    Umfang: 315 S.
    Bemerkung(en):

    Enth. Abstrakts der Beitr. in dt., franz., ital. und span. Sprache

  11. Woman and nation in Irish literature and society
    1880 - 1935
    Erschienen: 1993
    Verlag:  Harvester Wheatsheaf, New York u.a.

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    Humboldt-Universität zu Berlin, Universitätsbibliothek, Zentralbibliothek, Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum
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  12. Nation und Emotion
    Deutschland und Frankreich im Vergleich; 19. und 20. Jahrhundert
    Beteiligt: François, Etienne
    Erschienen: 1995
    Verlag:  Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen

    Zugang:
    Resolving-System (kostenfrei)
    Hessisches BibliotheksInformationsSystem HeBIS
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    Quelle: Digi20
    Beteiligt: François, Etienne
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Ebook
    Format: Online
    ISBN: 3525357737
    Weitere Identifier:
    RVK Klassifikation: LB 52005 ; LB 63005 ; MC 7100 ; MG 15070 ; MG 34070 ; NB 5480 ; NK 6710 ; ML 2400
    DDC Klassifikation: Geschichte Europas (940); Geschichte Mitteleuropas; Deutschlands (943)
    Schriftenreihe: Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft ; 110
    Schlagworte: Nation; Kollektives Gedächtnis; Nationalbewusstsein; Geschichte
    Umfang: 404 S.
    Bemerkung(en):

    Online-Ausg.:

  13. Auf der Suche nach der verlorenen Nation
    Geschichtsschreibung in Westdeutschland und Japan, 1945 - 1960
    Erschienen: 1999
    Verlag:  Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen

    Zugang:
    Resolving-System (kostenfrei)
    Hessisches BibliotheksInformationsSystem HeBIS
    keine Fernleihe
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    Quelle: Digi20
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Dissertation
    Format: Online
    ISBN: 3525357982
    Weitere Identifier:
    RVK Klassifikation: NB 5480 ; NB 5500 ; NB 5550 ; NQ 6020
    DDC Klassifikation: Geschichte Mitteleuropas; Deutschlands (943); Geschichte Asiens; des Fernen Ostens (950)
    Schriftenreihe: Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft ; 134
    Schlagworte: Geschichtsschreibung; Geschichtswissenschaft; Nation; Begriff; Nationalsozialismus; Faschismus; Zeitgeschichte <Fach>
    Umfang: 485 S.
    Bemerkung(en):

    Online-Ausg.:

    Zugl.: Berlin, Freie Univ., Diss., 1999

  14. Zwischen Kriegen :
    Nationen, Nationalismen und Geschlechterverhältnisse in Mittel- und Osteuropa 1918 - 1939 /
    Autor*in:
    Erschienen: 2004.
    Verlag:  fibre Verl.,, Osnabrück :

    Bibliothek des Bundesarchivs
    uneingeschränkte Fernleihe, Kopie und Ausleihe
    Martin-Opitz-Bibliothek (MOB)
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    Quelle: Verbundkataloge
    Beteiligt: Gehmacher, Johanna (Hrsg.)
    Medientyp: Buch (Monographie)
    ISBN: 3-929759-48-9
    Schriftenreihe: Einzelveröffentlichungen des Deutschen Historischen Instituts Warschau ; 7
    Schlagworte: Nation; Nationalismus; Geschlechterforschung
    Umfang: 327 S.
  15. Koncepcje narodu i społeczeństwa w literaturze plebejskiej od końca XVI do końca XVII wieku /
    Erschienen: 1989
    Verlag:  Wydawnictwa UW,, Warszawa :

    Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften, Bibliothek
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    Quelle: Verbundkataloge
    Medientyp: Buch (Monographie)
    ISBN: 8323002339
    Schriftenreihe: Array ; 332
    Schlagworte: Naród; Nation; Społeczeństwo; Nationsbildung; Volkskultur; Unterschichten; Bürger; Identität; Literatur; Polen
    Umfang: 224 s. ;, 24 cm.
  16. Kresy i pogranicza :
    historia, kultura, obyczaje /
    Autor*in:
    Erschienen: 1995
    Verlag:  WSP. Wydaw.,, Olsztyn :

    Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften, Bibliothek
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    Martin-Opitz-Bibliothek (MOB)
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    Quelle: Verbundkataloge
    Beteiligt: Fras, Zbigniew (Red.); Staniszewski, Andrzej (Red.)
    Medientyp: Buch (Monographie)
    ISBN: 8385513353
    Schriftenreihe: Studia i Materiały WSP [Wyższej Szkoły Pedagogicznej] w Olsztynie, ; nr 63
    Schlagworte: Regiony przygraniczne; Presse; Literatur; Literaturgeschichte; Nation; Identität; Ostpreußen; Polen; Ostpolen; Galizien
    Umfang: 266 s. ;, 24 cm.
  17. Opowiedziany naród :
    literatura polska i niemiecka wobec nacjonalizmów XIX wieku /
    Autor*in:
    Erschienen: 2006.
    Verlag:  Wydawnictwo Uniwersytetu Wrocławskiego,, Wrocław :

    Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften, Bibliothek
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    Martin-Opitz-Bibliothek (MOB)
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    Quelle: Verbundkataloge
    Beteiligt: Surynt, Izabela (Red.); Zybura, Marek (Red.)
    Sprache: Polnisch
    Medientyp: Buch (Monographie)
    ISBN: 832292738X
    Schriftenreihe: Monografie Centrum Studiów Niemieckich i Europejskich im. Willy Brandta Uniwersytetu Wrocławskiego ; ; 20
    Acta Universitatis Wratislaviensis, ; no 2871
    Schlagworte: Literatura niemiecka; Literatur; Naród; Beziehungsgeschichte; Naród; Stereotypenforschung; Nation; Nationalismus; Identität; Fremdbild; Deutschland; Polen
    Umfang: 332 s. ;, 24 cm.
    Bemerkung(en):

    Indeks.

  18. Aus Liebe zum Vaterland
    die deutsche Nation im 18. Jahrhundert
    Erschienen: 2000
    Verlag:  Hamburger Ed. HIS Verl.-Ges., Hamburg

    Verbund der Öffentlichen Bibliotheken Berlins - VÖBB
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    Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw), Bibliothek
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    Quelle: Verbundkataloge
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Dissertation
    Format: Druck
    ISBN: 3930908565
    Auflage/Ausgabe: 1. Aufl.
    Schlagworte: Nation; Deutsch; Literatur; Patriotismus <Motiv>; Schriftsteller; Nationalbewusstsein
    Umfang: 436 Seiten
    Bemerkung(en):

    Zugl.:Freiburg, Univ., Diss., 2000

  19. Politische Landschaften
    Zum Verhältnis von Raum und nationaler Identität
    Erschienen: 2014
    Verlag:  transcript Verlag, Bielefeld

    Benedict Anderson hat im Zusammenhang mit der Entstehung nationaler Gebilde das erfolgreiche Konzept der imagined communities geprägt. Die Schaffung einer nationalen Sprache, einer Ursprungslegende und einer Erinnerungskultur ermöglicht die... mehr

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    Benedict Anderson hat im Zusammenhang mit der Entstehung nationaler Gebilde das erfolgreiche Konzept der imagined communities geprägt. Die Schaffung einer nationalen Sprache, einer Ursprungslegende und einer Erinnerungskultur ermöglicht die Konstitution eines Feldes der nationalen Zeit. Diesem zeitlichen Feld entspricht auch ein räumliches. So wurden nationale Formationen im europäischen Raum immer wieder auf bestimmte Landschaftstypologien zurückgeführt. Aufgrund seines diskursiv-medialen Ansatzes geraten bei Anderson landschaftliche Phänomene jedoch erst gar nicht in den Blick. Rainer Guldin schließt diese theoretische Lücke hier exemplarisch für den deutschen Sprachraum. Im Mittelpunkt stehen dabei Prozesse der Metaphorisierung, denen auch Simon Schama in seinem Buch über Landschaft und Gedächtnis nachgegangen ist. In the context of the birth of national constructs, Benedict Anderson coined the successful concept of imagined communities. The creation of a national language, a myth of origin, and a memorial culture allows for the constitution of a field of national time. Rainer Guldin shows: There is a spatial field corresponding to this temporal one. For instance, national formations in Europe have kept being attributed to certain landscape typologies. Due to his discoursive, medial approach, Anderson's scope does not even reach certain landscape phenomena. This theoretical gap is closed here for the example of the German language area.

     

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  20. Memorizing battle musically : The Siege of Szigetvár (1566) as an identity signifier
    Erschienen: 2019

    Nations are signified by their constructed or mythicized cultural memory, since "identity is part of memory discourse". There are shared historical legacies in Southeast European countries, among which the most significant are Byzantium and the... mehr

     

    Nations are signified by their constructed or mythicized cultural memory, since "identity is part of memory discourse". There are shared historical legacies in Southeast European countries, among which the most significant are Byzantium and the Ottoman Empire: "It has been chiefly the Ottoman elements or the ones perceived as such which have mostly given rise to the current stereotype of the Balkans, so that it would not be an exaggeration to say that the Balkans are, in fact, the Ottoman legacy." Contrary to it, the Habsburg legacy and the belonging to the Habsburg Monarchy have mainly not been seen in the same, negative way. Consequently, there are two different understandings of national identity and different strategies in defining self-representation in the (previous) provinces of the two empires, which is also explicated in Southeast European operas. The construction of Croatian national identity is considered through the stage representations of the historical Siege of Szigetvár (1566).

     

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    Quelle: BASE Fachausschnitt AVL
    Sprache: Englisch
    Medientyp: Aufsatz aus einer Zeitschrift
    Format: Online
    DDC Klassifikation: Literatur und Rhetorik (800); Geschichte Europas (940)
    Schlagworte: Kroatien; Zajc; Ivan / Nikola Šubić Zrinjski; Nation; Mythos; Nationaloper
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  21. Die Angst der Welt : Raabes Odfeld und das deutsche Kriegstrauma
    Erschienen: 2019

    Ebenso wie einzelne Menschen können auch ganze Nationen traumatischen Erfahrungen ausgesetzt sein. Sie werden, nicht anders als Siege, in die identitätschaffenden nationalen Gründungsmythen eingearbeitet. Das Trauma deutscher Erniedrigung, das nach... mehr

     

    Ebenso wie einzelne Menschen können auch ganze Nationen traumatischen Erfahrungen ausgesetzt sein. Sie werden, nicht anders als Siege, in die identitätschaffenden nationalen Gründungsmythen eingearbeitet. Das Trauma deutscher Erniedrigung, das nach dem Zweiten Weltkrieg vom Trauma deutscher Täterschaft abgelöst wurde, war bis nach dem Ersten Weltkrieg, der jenes erste Trauma aktualisierte, der Dreißigjährige Krieg. Das war der längste Krieg in Deutschland, oder genauer: eine Reihe von Kriegen europäischer Großmächte auf deutschem Boden, die eine Spur der Verwüstung und Entvölkerung von der Ostsee bis in den deutschen Südwesten zogen. Dass Christenmenschen aufs barbarischste gegeneinander kämpften, erschütterte den christlichen Glauben bis in die Grundfesten.

     

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    Quelle: BASE Fachausschnitt AVL
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Aufsatz aus einer Zeitschrift
    Format: Online
    DDC Klassifikation: Literatur und Rhetorik (800); Deutsche Erzählprosa (833)
    Schlagworte: Raabe; Wilhelm / Das Odfeld; Dreißigjähriger Krieg <Motiv> Freytag; Gustav / Bilder aus der deutschen Vergangenheit; Deutschland; Nation; Mythos; Minderwertigkeitsgefühl
    Lizenz:

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  22. Berufung, Erweckung und lebendige Lehrart : Johann Gottlieb Fichtes Reden über Wissenschaft
    Erschienen: 2020

    Daniel Weidner beleuchtet Johann Gottlieb Fichtes Überlegungen zu Wissenschaft, Universität, Sprache und Nation im Anschluss an Kant. Als konstitutives Merkmal der neuen Wissenschaft macht er bei Fichte die Figur des Fortschritts aus, welche die... mehr

     

    Daniel Weidner beleuchtet Johann Gottlieb Fichtes Überlegungen zu Wissenschaft, Universität, Sprache und Nation im Anschluss an Kant. Als konstitutives Merkmal der neuen Wissenschaft macht er bei Fichte die Figur des Fortschritts aus, welche die eigene Forschung ihrem Selbstverständnis nach notwendigerweise als "Durchgangsstadium" erscheinen lasse. Auf der Ebene der Vermittlung führe dies zu einem "genetischen Vortragsstil", da die Adressaten in die Lage versetzt werden müssten, die jeweilige Gedankenhandlung selbst nachzuvollziehen. Paradoxerweise sei Fichtes Vortrag indes weniger mündlich als der Kants, da er anders als dieser nicht laufend ein Lehrbuch kommentiere, sondern seine Vorlesungen als selbständige Texte verfasse. Dabei reflektiere Fichte nicht nur das eigene sprachliche Handeln, sondern auch die Sprache selbst im Sinne eines Anschauungskerns der Nation, die er in Deutschland durch seine Reden als Gemeinschaft (mit) zu konstituieren versuche.

     

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    Quelle: BASE Fachausschnitt AVL
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Aufsatz aus einem Sammelband
    Format: Online
    DDC Klassifikation: Literatur und Rhetorik (800)
    Schlagworte: Fichte; Johann Gottlieb; Wissenschaft; Sprache; Nation; Vorlesung
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  23. Unbotmäßige Literaturgeschichtsschreibung deutsch : Friedrich Schlegels Wiener Vorlesungen "Geschichte der alten und neuen Literatur" (1812)
    Erschienen: 2020

    Die enorme Bedeutung der performativen Rede für den philosophischen Diskurs um 1800 macht Andrea Polaschegg auch für Friedrich Schlegels Wiener Vorlesungen "Geschichte der alten und neuen Literatur" von 1812 geltend. Nicht über deren weitgespannten... mehr

     

    Die enorme Bedeutung der performativen Rede für den philosophischen Diskurs um 1800 macht Andrea Polaschegg auch für Friedrich Schlegels Wiener Vorlesungen "Geschichte der alten und neuen Literatur" von 1812 geltend. Nicht über deren weitgespannten Gegenstandsbereich, sondern über den Gebrauch des Deutschen reihe sich Schlegel in genau die Literaturgeschichte ein, die seine Vorlesungen überhaupt erst begründeten. Das entscheidende Medium dieser Geschichte sei für Schlegel unweigerlich die Muttersprache, denn nur in ihr könnten sich jene Nationalerinnerungen artikulieren, die eine Literatur bildeten. Von daher müsse der Ort seiner Rede in deren Analyse stets einbezogen werden, schließlich sei das Deutsche in Habsburg weder Schul- noch Amtssprache gewesen.

     

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    Quelle: BASE Fachausschnitt AVL
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Aufsatz aus einem Sammelband
    Format: Online
    DDC Klassifikation: Literatur und Rhetorik (800); Literaturen germanischer Sprachen; Deutsche Literatur (830)
    Schlagworte: Schlegel; Friedrich von; Geschichte der alten und neuen Literatur; Literaturgeschichtsschreibung; Sprache; Nation; Konfession
    Lizenz:

    Creative Commons - Namensnennung-Nicht kommerziell - Keine Bearbeitung 4.0

  24. Nationale Utopien in Romanen von Halide Edib, Müfide Ferid und Yakub Kadri
    Erschienen: 2000
    Verlag:  Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

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    Quelle: BASE Fachausschnitt AVL
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Aufsatz aus einer Zeitschrift
    Format: Online
    Übergeordneter Titel: Istanbuler Almanach 4 (2000), S. [44] – [56]
    DDC Klassifikation: Literaturen anderer Sprachen (890)
    Schlagworte: Adıvar; Karaosmanoğlu; Roman; Nation; Utopie; Online-Ressource
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  25. [Rezension zu:] Sven Haase: Berliner Universität und Nationalgedanke 1800-1848. Genese einer politischen Idee
    Erschienen: 2014

    Rezension zu Sven Haase: Berliner Universität und Nationalgedanke 1800-1848. Genese einer politischen Idee. Stuttgart: Franz Steiner, 2012. mehr

     

    Rezension zu Sven Haase: Berliner Universität und Nationalgedanke 1800-1848. Genese einer politischen Idee. Stuttgart: Franz Steiner, 2012.

     

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    Quelle: BASE Fachausschnitt AVL
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Rezension
    Format: Online
    DDC Klassifikation: Literaturen germanischer Sprachen; Deutsche Literatur (830)
    Schlagworte: Bildungspolitik; Nation; Preußen; Humboldt-Universität zu Berlin
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