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  1. Handlungsorientierte Rezeptionsforschung in der Literaturwissenschaft
    Erschienen: 27.12.2014

    Die mit dieser Arbeit einsetzende Rezeption der Rezeptionsgeschichte und Rezeptionsästhetik in der Literaturwissenschaft war – wie es scheint – durch folgende Erwartungen bestimmt: 1. Sie versprach, die "Kluft zwischen der historischen und der... mehr

     

    Die mit dieser Arbeit einsetzende Rezeption der Rezeptionsgeschichte und Rezeptionsästhetik in der Literaturwissenschaft war – wie es scheint – durch folgende Erwartungen bestimmt:

    1. Sie versprach, die "Kluft zwischen der historischen und der ästhetischen Betrachtung" zu schließen, formalistische und historisch-soziologische Betrachtungsweisen in ihrer Einseitigkeit zu überwinden und zu versöhnen und beiläufig die marxistische Literaturwissenschaft in die Wissenschaftspraxis zu integrieren.

    2. Sie versprach, die Legitimationsfrage der Literaturwissenschaft zu lösen, indem die rezeptionsästhetische Methode die Literaturwissenschaftler in die Lage versetzen sollte, an der "Totalisierung des Vergangenen", will sagen an der Wiederaneignung von Werken der Vergangenheit und der Vermittlung vergangener Kunst und gegenwärtiger Kunsterfahrung teilzunehmen. Sie beanspruchte, für eine bewußt angestrebte neue Kanonbildung Kriterien bereitzustellen und damit die hoffnungslosen Aporien zu heilen, in welche der Historismus alle normativen Anstrengungen der Literaturwissenschaft gebracht hatte.

    3. Sie stellte die Möglichkeit in Aussicht, die Wissenschaftsgeschichte insbesondere der Germanistik ohne allzu heftige Erschütterung zu beschreiben, indem sie erlaubte, in den literaturwissenschaftlichen Hervorbringungen der Vergangenheit ebenfalls die "sukzessive Entfaltung eines im Werk angelegten, in seinen historischen Rezeptionsstufen aktualisierten Sinnpotentials" zu sehen, ohne deswegen in den Verdacht zu kommen, einem Einrücken in diese Tradition oder einem Verzicht auf Kritik das Wort zu reden.

    4. Schließlich erlaubten die vorgetragenen methodischen und theoretischen VorschIage durchaus unterschiedliche Folgerungen, vor allem aber eine Fülle von praktikablen neuen Projekten und Themenstellungen bei prinzipiell gleichbleibender Struktur der Lehr- und Forschungspraxis. Es zeigte sich, daß überall keineswegs voraussetzungslos begonnen werden mußte, daß insbesondere bei den von Jauß vorgeschlagenen Methoden der synchronen und diachronen Querschnittsanalysen, bei der Rekonstruktion von "Erwartungshorizonten" aus den Texten selbst und aus den Traditionen, in denen sie stehen, und auch bei der Rekonstruktion der "ereignishaften Geschichte der Literatur", in welcher sich Rezeption durch Kritiker und Autoren als Fundament neuer Produktionen darstellt, auf das ganze reiche Arsenal der eingeubten positivistischen Arbeitsweise der Gattungs-, Motiv- und Einflußgeschichte u. a. m. zurückgegriffen werden konnte.

     

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    Quelle: CompaRe
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Teil eines Buches (Kapitel)
    Format: Online
    ISBN: 3-589-20049-9
    DDC Klassifikation: Literaturen germanischer Sprachen; Deutsche Literatur (830)
    Lizenz: Veröffentlichungsvertrag für Publikationen
  2. Kritik, Literaturkritik (II.) : Die Geschichte des K.-Begriffs von der Renaissance bis zur Gegenwart
    Erschienen: 27.12.2014

    Das Wort <K.> bezeichnet bildungssprachlich heute fast ausschließlich die Rezension literarischer Neuerscheinungen und die Besprechung künstlerischer Darbietungen als Formen der Publizistik, sowie die Gesamtheit der diese verfassenden Personen.... mehr

     

    Das Wort <K.> bezeichnet bildungssprachlich heute fast ausschließlich die Rezension literarischer Neuerscheinungen und die Besprechung künstlerischer Darbietungen als Formen der Publizistik, sowie die Gesamtheit der diese verfassenden Personen. Solchem Wortgebrauch zufolge unterscheidet sich K. von der (akademischen) Literaturwissenschaft neben der Aktualität dadurch, daß sie sich der Äußerung von Werturteilen und der Einflußnahme nicht enthalten muß. In dieser engen Verwendung ist <K.> das Ergebnis eines Bedeutungswandels, dem das französische <critique> und das englische <criticism> nicht in gleicher Weise unterlegen sind, so wenig sich in beiden Sprachen ein <Literaturwissenschaft> vergleichbarer Terminus hat durchsetzen können.

     

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    Quelle: CompaRe
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Teil eines Buches (Kapitel)
    Format: Online
    ISBN: 978-3-7965-0115-9
    DDC Klassifikation: Literatur und Rhetorik (800)
    Lizenz: Veröffentlichungsvertrag für Publikationen
  3. Diabolus ex machina : Bulgakov's modernist devil
    Erschienen: 30.12.2014

    In 1937, when Bulgakov was working on Master i Margarita and suffering from rejection by the theatre community, an old friend appealed to him: "Вы ведь государство в государстве. Сколько это может продолжаться? Надо сдаваться, все сдались. Один вы... mehr

     

    In 1937, when Bulgakov was working on Master i Margarita and suffering from rejection by the theatre community, an old friend appealed to him: "Вы ведь государство в государстве. Сколько это может продолжаться? Надо сдаваться, все сдались. Один вы остались. Это глупо." And indeed "государство в государстве" ("a state within a state") is an appropriate way of describing a man who was feverishly working on a modernist novel at the height of socialist realism. The very fact that Master i Margarita was written in the oppressive environment of the 1930s makes it a unique modernist work, for it emerges as a protest against socialist realism and a defense of artistic freedom. In this respect the modernist qualities of Bulgakov's novel acquire a new dimension because Master i Margarita becomes a kind of artistic devil, fulfilling the traditional diabolic role of opposing authority. This is why Woland, as a character, is the metonymic expression of the novel's revolt.

     

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    Quelle: CompaRe
    Sprache: Englisch
    Medientyp: Wissenschaftlicher Artikel
    Format: Online
    Lizenz: Veröffentlichungsvertrag für Publikationen
  4. De-automatization in Timothy Findley's "The Wars"
    Erschienen: 30.12.2014

    Timothy Findley's "The Wars" is a very powerful and disturbing book. Despite the novel's historically distant setting, the events of "The Wars" do not seem distant at all: the reader is brought close to the horrible violence of World War I and its... mehr

     

    Timothy Findley's "The Wars" is a very powerful and disturbing book. Despite the novel's historically distant setting, the events of "The Wars" do not seem distant at all: the reader is brought close to the horrible violence of World War I and its devastating impact on a young mind. The question is why? The topic is certainly not new — we are аll too familiar with the World War I period. The theme is also an old one — a young man's loss of innocence and baptism by fire on the battlefield. The novelty and vividness of Findley's work are attributable to another source: its form. I hope to show that one artistic device in particular — de-automatization — is largely responsible for the novel's powerful impact on the modern reader.

     

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    Sprache: Englisch
    Medientyp: Wissenschaftlicher Artikel
    Format: Online
    DDC Klassifikation: Literatur und Rhetorik (800)
    Lizenz: Veröffentlichungsvertrag für Publikationen
  5. The child and the child-like in Daniil Charms
    Erschienen: 30.12.2014

    In his lifetime Daniil Charms only succeeded in publishing two of his poems for adults. Publicly he was a children's author: a job in the Soviet Union which traditionally attracted many writers whose literature for adults was either rejected by the... mehr

     

    In his lifetime Daniil Charms only succeeded in publishing two of his poems for adults. Publicly he was a children's author: a job in the Soviet Union which traditionally attracted many writers whose literature for adults was either rejected by the official literary system or had to be hidden altogether if its creators wanted to avoid trouble.

    In fact up to the present day it is still Charms the children's author who is best known and loved, although finally under new historical and political conditions the writer for adults has also been allowed to make his debut. However, whatever he wrote, Charms' work was always dominated by an absurdist world view, a view that usually denied all dogma or ideology. His only aim seems to have been to present a world upside down and play around with literary and other conventions, i.e. more than anything else he wanted to be different, acting as a sort of literary "punk".

    Although Charms and his associates were preceded by European absurdist authors, such as A. Jarry (1873-1907), it is very difficult to establish any relationship of influence between examples of Western European absurdism and Daniil Charms. Nonetheless, Charms' work, as well as that of Jarry, Ionesco and Beckett, all share the "grotesquely comic as well as irrational" (Abrams 1981: 1) quality of the absurdist movement in its larger modernist context.

     

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    Quelle: CompaRe
    Sprache: Englisch
    Medientyp: Wissenschaftlicher Artikel
    Format: Online
    Lizenz: Veröffentlichungsvertrag für Publikationen