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  1. Der frühe Walter Benjamin und Hermann Cohen : jüdische Werte, kritische Philosophie, vergängliche Erfahrung
    Erschienen: 01.12.2009

    Herauszufinden, aus welchen verborgenen Quellen sich das Denken und Schreiben eines Autors speist, hat die Literaturwissenschaft stets gereizt. Das gilt für die positivistische Einflussforschung wie für deren methodisch versiertere Neuauflage, die... mehr

     

    Herauszufinden, aus welchen verborgenen Quellen sich das Denken und Schreiben eines Autors speist, hat die Literaturwissenschaft stets gereizt. Das gilt für die positivistische Einflussforschung wie für deren methodisch versiertere Neuauflage, die Intertextualitätsforschung. Auch bei der vorliegenden Studie meint man es auf den ersten Blick mit einer Arbeit zu tun zu haben, die dieser in die Kritik geratenen Forschungstradition zuzurechnen ist. "Der frühe Walter Benjamin und Hermann Cohen" - schon der Titel des Buches unterscheidet sich kaum von anderen, beliebigen Überschriften wie "Walter Benjamin und Bertolt Brecht", "Walter Benjamin und Ludwig Klages" oder "Benjamin und Karl Kraus". Und blättert man im Inhaltsverzeichnis herum, so setzt diese Tendenz sich fort, denn dort erfährt man, dass das Buch ausgiebig über Benjamin und Felix Noeggerath, Benjamin und Stefan George, Benjamin und Ludwig Strauß sowie Benjamin und Gustav Wynecken informieren wird. (Auszug aus Rezension in literaturkritik.de)

     

    Hinweise zum Inhalt: kostenfrei
    Quelle: CompaRe
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Buch (Monographie)
    Format: Online
    DDC Klassifikation: Philosophie und Psychologie (100)
    Lizenz: Veröffentlichungsvertrag für Publikationen
  2. Entweder/Und, Wiederkunft/Erlösung
    Erschienen: 01.12.2016

    Mit merklicher Begeisterung verfasst Walter Benjamin am 6. Januar 1938 einen Brief an Max Horkheimer, in dem er ihm von einem "seltnen Fund" von höchster Bedeutsamkeit berichtet, der seine Arbeit "entscheidend beeinflussen" werde (GB VI, 9). Bei dem... mehr

     

    Mit merklicher Begeisterung verfasst Walter Benjamin am 6. Januar 1938 einen Brief an Max Horkheimer, in dem er ihm von einem "seltnen Fund" von höchster Bedeutsamkeit berichtet, der seine Arbeit "entscheidend beeinflussen" werde (GB VI, 9). Bei dem Fund handelte es sich um Louis Auguste Blanquis (1805–1881) kosmologische Schrift 'L’Éternité par les astres', verfasst 1871 im Kerker einer Gefängnisburg vor der Küste der Bretagne. Der Autor, einer der umtriebigsten Revolutionäre Frankreichs im 19. Jahrhundert, war einen Tag vor Beginn der Pariser Kommune eingesperrt worden. Dass das Material um Blanqui die wohl umfangreichste Ergänzung des neuen 'Passagen-Werk'-Exposés von 1939 darstellt, kann kaum bestritten werden. Was aber genau hat Blanquis Kosmologie so signifikant für Benjamins Arbeit werden lassen? Benjamin ist auf 'L’Éternité par les astres' durch die Lektüre von Gustave Geffroys bekannter Blanqui-Biographie aufmerksam geworden; Miguel Abensour schreibt Benjamin in seinem wegweisenden Artikel zum Verhältnis von Blanqui und Benjamin gar eine bisweilen Geffroy'sche Lesart zu. In der Tat geht Benjamin wiederholt auf den von Geffroy betonten Umstand ein, dass es sich bei dem Autor der 'Éternité par les astres' um einen eingesperrten Revolutionär handelt, der an der Teilnahme an der Pariser Kommune gehindert wurde. Aus diesem Sachverhalt folgert er, dass die im Gefängnis geschriebene Kosmologie auf eine "Spekulation" zulaufe, "die dem revolutionären Elan des Verfassers das furchtbarste Dementi erteilt" (GS V, 1256). Ich möchte nachfolgend Überlegungen dazu anstellen, wie der von Benjamin wiederholt hergestellte Zusammenhang von ewiger Wiederkunft des Gleichen und Kapitalismus gedacht werden muss. Die diesem Text zugrundeliegende Vermutung ist, dass die Beschäftigung mit Blanqui Benjamin Impulse gegeben hat, um das für ihn so wichtige Problemfeld des Zusammenhangs von Anschaulichkeit, Geschichte und Marxismus zu bearbeiten; das Blanqui'sche Universum lässt sich dann als Denkbild verstehen, das dazu imstande ist, theoretische Reflexionen zu zeit- und geschichtsphilosophischen Aspekten der Kapitalismuskritik in intuitiv erschließbare Bilder zu übersetzen. Im Hinblick auf diese Anschaulichkeit frage ich weiterhin danach, wie einige Aspekte bei Blanqui, denen Benjamin selbst wenig oder keine Aufmerksamkeit schenkt, im Dialog mit Benjamins eigenem Denken eine produktive Lesbarkeit erlangen können.

     

    Hinweise zum Inhalt: kostenfrei
    Quelle: CompaRe
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Wissenschaftlicher Artikel
    Format: Online
    ISBN: 978-3-7705-5071-5
    DDC Klassifikation: Philosophie und Psychologie (100); Literatur und Rhetorik (800)
    Sammlung: Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL)
    Lizenz: Veröffentlichungsvertrag für Publikationen
  3. Die vielen Tode des Sokrates : zum Schicksal einer Figur der abrahamitischen Religionskulturen
    Erschienen: 08.12.2016

    Einer der ersten islamischen Philosophen, der sich mit der griechischen Philosophie eingehend befasste, war der iranische Gelehrte Abu al-Hasan al-Amiri (gest. 992). In seiner auf Arabisch verfassten Abhandlung 'Al-Amad ala al-abad' ('Über das Leben... mehr

     

    Einer der ersten islamischen Philosophen, der sich mit der griechischen Philosophie eingehend befasste, war der iranische Gelehrte Abu al-Hasan al-Amiri (gest. 992). In seiner auf Arabisch verfassten Abhandlung 'Al-Amad ala al-abad' ('Über das Leben nach dem Tod') wird die Thematik des Lebens nach dem Tod auf eine Reihe von Argumenten gestützt, welche die Unsterblichkeit der Seele zu beweisen suchen. Hierbei beruft sich al-Amiri nicht nur auf Aristoteles, sondern auch auf die Lehren von Empedokles, Pythagoras, Sokrates und Platon, die er in der Einleitung seiner Schrift namentlich erwähnt. Nur diese fünf Denker verdienten es, als die Weisen (al-hukama) bezeichnet zu werden. Auf andere griechische Denker träfe diese Bezeichnung nicht zu, da sich diese nur in einzelnen Wissensbereichen etabliert hätten, ohne grundlegende Kenntnis der Gotteslehre ('al-'ulum al-ilahiya', wörtlich: 'göttliche Wissenschaften'), besessen zu haben. Im al-Amad findet sich auch eine bemerkenswerte, wenn auch äußerst knappe biographische Skizze von Sokrates.

     

     

    Hinweise zum Inhalt: kostenfrei
    Quelle: CompaRe
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Wissenschaftlicher Artikel
    Format: Online
    ISBN: 978-3-7705-5076-0
    DDC Klassifikation: Philosophie und Psychologie (100); Religion (200)
    Sammlung: Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL)
    Lizenz: Veröffentlichungsvertrag für Publikationen
  4. Vom Überleben des Wunsches als Todestrieb : Nachträglichkeit, Subjekt und Geschichte bei Freud
    Erschienen: 15.12.2016

    Es ist nahe liegend, sich zum Thema 'Überleben' mit Freuds Schrift 'Jenseits des Lustprinzips' von 1920 zu beschäftigen, mit der traumatischen Neurose und mit Freuds Diktum, dass das Ziel des Lebens der Tod sei. Beginnt Freud doch damit, dass er... mehr

     

    Es ist nahe liegend, sich zum Thema 'Überleben' mit Freuds Schrift 'Jenseits des Lustprinzips' von 1920 zu beschäftigen, mit der traumatischen Neurose und mit Freuds Diktum, dass das Ziel des Lebens der Tod sei. Beginnt Freud doch damit, dass er gerade durch das Leiden derer, die den Krieg (oder einen schweren Unfall) überlebt haben, dazu kommt, ein Jenseits des Lustprinzips zu postulieren, einen Todestrieb einzuführen, da der traumatische Wiederholungszwang dem Lustprinzip so sehr zu widersprechen scheint, geht es doch um die Perpetuierung des Leidens, um die Wiederholung von etwas Schrecklichem. Ich möchte jedoch im Folgenden einen Umweg beschreiten und mit einer Konstellation aus den Anfängen der Psychoanalyse beginnen, von der sich ebenfalls sagen lässt, dass sie das Überleben behandelt, allerdings in einem gänzlich anderen Kontext, dem der Konstitution des Psychischen. Die Rede ist vom Befriedigungserlebnis und dem unbewussten Wunsch - zwei Konzepte, die für Freuds Denken um 1900 zentral sind.

     

    Hinweise zum Inhalt: kostenfrei
    Quelle: CompaRe
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Teil eines Buches (Kapitel)
    Format: Online
    ISBN: 9783770549979
    DDC Klassifikation: Philosophie und Psychologie (100); Psychologie (150)
    Sammlung: Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL)
    Lizenz: Veröffentlichungsvertrag für Publikationen
  5. Überleben in der Rezeption - Untergehen in der Geschichte : Problematisierung des Überlebensparadigmas anhand einer Zusammenführung der Reflexionen von Hans Blumenberg und Primo Levi
    Erschienen: 16.12.2016

    Vielfältig sind die Definitionen, die das Überlebensparadigma im Sinne eines die Weltsicht prägenden Denkmusters zu erfassen versuchen, und verschieden sind die Aspekte, die der Betrachter in seiner Auffassung jeweils als die dominierenden pointiert.... mehr

     

    Vielfältig sind die Definitionen, die das Überlebensparadigma im Sinne eines die Weltsicht prägenden Denkmusters zu erfassen versuchen, und verschieden sind die Aspekte, die der Betrachter in seiner Auffassung jeweils als die dominierenden pointiert. Nichtsdestoweniger wurzelt das moderne Verständnis vom 'Überleben' zuletzt im evolutionistischen Diskurs der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Unter dem evolutionistischen Diskurs sind nicht bloß Darwins Werke zu verstehen, sondern vielmehr die Konstellation von Autoren, Diskursen, Berichtigungen, Anregungen, Ergänzungen, die sich um Darwins Evolutionstheorie drehen und die den Namen Darwinismus tragen. Anders ausgedrückt: Unsere Auffassung des Überlebensbegriffs ist in diesem Diskurs verfangen und kann von ihm nicht restlos loskommen. Dies gewinnt an höchster Evidenz in den Reflexionen über das Überleben von kulturellen Artefakten, die in Analogie zu den Exemplaren bestehender Spezies als Resultat einer 'natürlichen' Auslese gedeutet werden. Unter den unzähligen Beispielen einer Übertragung des Auslesegesetzes von der biologischen auf die kulturelle Evolution mag hier die Reflexion von Hans Blumenberg vorgeführt werden, denn sie bietet viel mehr als eines der rein evolutionistischen Modelle, die eine Erläuterung des kulturellen Überlebens präsentieren. Kein weiterer Autor hat meines Erachtens in der Nachkriegszeit solch einen anspruchsvollen Versuch unternommen, das Darwinsche Evolutionsgesetz jenseits der Fehlschlüsse des Sozialdarwinismus wiederherzustellen und es für die kulturelle beziehungsweise ästhetische Anthropologie fruchtbar zu machen. Des Weiteren erzielte Blumenberg mit seiner theoretischen Berichtigung zuletzt die Beschreibung eines humaneren Modells der kulturellen Produktion, dessen ethische Dimension im Folgenden auszuloten ist. Das Heranziehen einiger Betrachtungen über Primo Levis narrative Erfahrung dient anschließend dazu, die ethische Grundproblematik herauszudestillieren, die das Verbleiben in diesem - obschon korrigierten - Überlebensparadigma in Hinblick auf das historische Gedächtnis impliziert.

     

    Hinweise zum Inhalt: kostenfrei
    Quelle: CompaRe
    Sprache: Deutsch
    Medientyp: Teil eines Buches (Kapitel)
    Format: Online
    ISBN: 9783770549979
    DDC Klassifikation: Philosophie und Psychologie (100); Literatur und Rhetorik (800)
    Sammlung: Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL)
    Lizenz: Veröffentlichungsvertrag für Publikationen